Neues Kapitel für die Pioniere. 35 Million Euro teurer Ausbau bei Garnisonsstandort Melk ist abgeschlossen.

Von Markus Glück. Erstellt am 04. Juni 2019 (02:28)
Sektionsleiter Norbert Gehard vom Verteidigungsministerium überreicht Oberst Reinhard Koller die Eröffnungsplakette.
Gleiß

Nach Eisregen beim Spatenstich im Jänner 2017 begrüßte die Eröffnungsgäste im neuen Garagen- und Werkstättenbezirk der Melker Birago Kaserne vergangene Woche nasskaltes Wetter. „Wohl ein Zeichen für den mühevollen Weg bis zum Neubau“, scherzte Batallions-Kommandant Oberst Reinhard Koller.

Trotz Regens stand den Pionieren an diesem Tag aber ein breites Lächeln im Gesicht. „Wir schreiben heute ein neues Kapitel für die Garnisonsstadt Melk. Rund 25 Monate dauerten die Arbeiten entlang der Südspange, auf einem Grundstück von fast 72.000 m wurden rund 8.000 m verbaut. Die Baukosten bei einer der größten Baustellen des Landes beliefen sich auf 35,5 Millionen Euro. Das Areal unterteilt sich künftig in drei Teilbereiche: Werkstätten- und Garagenbezirk sowie Kaderparkplatz samt Versickerungsbecken im Nordwesten.

„Die herrschende Platz- und Raumnot ist gelöst und mit einem Schlag haben wir auch die Einsatzbereitschaft erhöht.“ Kommandant Reinhard Koller

Koller erinnerte bei der Eröffnung auch daran, dass der Weg bis zum Spatenstich rund elf Jahre dauerte. Bereits 2006 setzten Bundesheer und Stifts-Abt Georg Wilfinger ihre Unterschrift unter den Kaufvertrag für die Grundstücke zur Erweiterung. Danach verzögerte die latente Geldnot des Bundesheers den Ausbau.

Zu Spitzenzeiten waren an den Bauarbeiten rund 100 Fachkräfte beschäftigt. „Ohne Unfälle“, wie der Leiter des Militärischen Immobilienmanagementzentrums Johannes Sailer betont. Während der große Umbau abgeschlossen ist, sind aber noch Kleinigkeiten offen. So fehlt derzeit noch der kürzeste Weg zur Anbindung an die Kaserne. „Derzeit fehlt das Geld. Mit dem Weg minimieren wir aber den Schwerverkehr für die Anrainer“, meint Koller.