Bundesheer beim Aufräumen im Wettlauf mit der Zeit. Nach dem Rückgang des Donau-Hochwassers hat für das Bundesheer nun in der Wachau das große Aufräumen begonnen. Das Militärkommando NÖ sprach in einer Aussendung am Freitag von einem "Wettlauf mit der Zeit".

Erstellt am 07. Juni 2013 (15:01)
APA13110070-2 - 07062013 - EMMERSDORF - …STERREICH: ZU APA-TEXT CI - Einsatzkräfte des Bundesheeres am Freitag, 7. Juni 2013, bei Aufräumungs- und Säuberungsarbeiten in Emmersdorf bei Melk. In den vom Hochwasser betroffenen Gebieten ist die Situation stabil. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER
NOEN, HELMUT FOHRINGER (APA)
Die Soldaten seien guter Dinge, diesen zu gewinnen. Schlamm und Geröll müssen noch im nassen Zustand beseitigt werden, da sonst diese Masse extrem aushärtet.

1.500 Soldaten von Gottsdorf bis Hainburg im Einsatz

Von Gottsdorf im Westen bis Hainburg im Osten sind 1.500 Soldaten an der Donau im Assistenzeinsatz mit Aufräumarbeiten und Rückbaumaßnahmen beschäftigt.

"Wir bleiben solange im Einsatz, bis im Wesentlichen die Aufräumarbeiten, jedenfalls die dringend gemacht werden müssen, abgeschlossen sind. Wir gehen davon aus, dass dies deutlich über das Wochenende in die nächste Woche hineingeht“, sagte Militärkommandant Brigadier Rudolf Striedinger.

Landeshauptmann Pröll: "Rasch mit den ersten Zahlungen beginnen"

Landeshauptmann Erwin Pröll (V) war auch am Freitag auf Lokalaugenschein unterwegs und dankte den Einsatzkräften. In Emmersdorf (Bezirk Melk) sicherte er laut dem Landespressedienst im Gespräch mit Betroffenen die volle Unterstützung des Landes zu: "Es sollen rasch die Schadenskommissionen eingesetzt werden, damit wir rasch mit den ersten Auszahlungen beginnen können."

In Ybbs hatte Pröll am Donnerstag auf den Erfolg des dortigen Hochwasserschutzes verwiesen. Die Baukosten hätten 20 Mio. Euro betragen, der beim Jahrhunderthochwasser 2002 entstandene Schaden hatte sich mit 39 Mio. Euro niedergeschlagen.

Landeskammer-Chef sicherte Bauern unbürokratische Hilfe zu

Landwirtschaftskammerpräsident Hermann Schultes sicherte den bäuerlichen Betrieben unbürokratische rasche Hilfe zu. Neben den allgemeinen Entschädigungsmöglichkeiten aus dem Katastrophenfondsgesetz, das eine Meldung der Schäden bei den Gemeinden erfordert, können Landwirte Ausgleichszahlungen für im Mehrfachantrag 2013 betroffene Nutzflächen beantragen. Die Landwirtschaftskammern sowie die AMA stellen auf ihren Websites Informationen zur Vorgehensweise zur Verfügung.

Für die betroffenen landwirtschaftlichen Böden in Niederösterreich ist der Aussendung zufolge davon auszugehen, dass es zu massiven Ernteausfällen kommen wird. Ob Ackerkulturen, Grünlandflächen, aber auch Wein- und Obstflächen - eine Nutzung werde großteils heuer nicht mehr möglich sein. Hinzu kommen Anlandungen und Ablagerungen, die das Schadensausmaß erhöhen und umfassende Rekultivierungsmaßnahmen erfordern.