Covid-Impfung nimmt in NÖ Fahrt auf. Dem Plan zufolge ist Ende Mai jeder Dritte in NÖ immunisiert. Dann soll es schneller gehen.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 13. April 2021 (09:13)
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Das gesellschaftliche Leben steht in Niederösterreich weiterhin still. Aufgrund der dramatischen Lage auf den Intensivstationen wurde der Lockdown neuerlich verlängert (siehe rechts). Insgesamt sieht Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ), was die Infektionszahlen betrifft, in Niederösterreich jedoch eine leichte Bewegung nach unten. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 191,8. Österreichweit liegt sie etwas darüber – bei 207,3. „Trotzdem haben wir noch ein großes Stück vor uns“, erklärt Königsberger-Ludwig.

Ulrike Königsberger-Ludwig: „Wir haben noch ein großes Stück vor uns.“
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Bemerkbar mache sich in den Zahlen, wie Königsberger-Ludwig und Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) erklären, bereits der steigende Anteil an Immunisierten. Trotz ständiger Lieferausfälle oder Planänderungen nimmt das Impfen in Niederösterreich Fahrt auf. Ein Drittel der impfbaren Bevölkerung hat bereits die erste Impfdosis erhalten oder zumindest einen Termin dafür. Vor allem von den älteren Semestern sind schon sehr viele geimpft oder haben zumindest schon einen fixen Termin (siehe Grafik).

Meiste Infizierte zwischen 30 und 60

Darauf zurückgeführt wird auch, dass sich die Altersgruppen bei den positiv Getesteten verschoben haben: So sind aktuell 57 Prozent der Infizierten zwischen 30 und 59 Jahre alt, 34 Prozent unter 30 und nur mehr 19 Prozent über 60. Besonders in den Pflegenzentren hat sich die Lage stark verbessert: Dort seien derzeit nur noch sieben Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Ende November waren es über 400. „Die Strategie Impfen und Testen wirkt“, zeigen sich Pernkopf und Königsberger-Ludwig zuversichtlich.

In den kommenden Wochen sollen die Kapazitäten in beiden Bereichen ausgebaut werden. Geschaffen werden, wie berichtet, 20 Impfzentren. Der Teilbetrieb startet nächsten Montag. Ziel sei, dort 100.000 Corona-Impfungen pro Woche durchzuführen. Zum Vollausbau ab Ende Mai an sieben Tagen die Woche. Die niedergelassenen Ärzte impfen zusätzlich weiterhin.

Bis Ende Juni soll jeder einen Termin haben

Stephan Pernkopf: „Die Strategie Testen und Impfen wirkt.“
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Während in den vergangenen Wochen immerzu ein Mangel an Vakzinen herrschte, hofft man nun auf größere Mengen: Gerechnet wird mit einer Verdreifachung. Pernkopf ist deshalb überzeugt, dass die Ankündigung des Kanzlers hält: Bis Ende Juni hat jeder, der möchte, eine erste Dosis oder zumindest einen Termin erhalten. Nach und nach soll die Anmeldung für Jüngere möglich werden.

An der Impfbereitschaft will die Politik in den kommenden Wochen noch arbeiten. Momentan sind 690.000 Landsleute für die Corona-Impfung online vorregistriert – das wären rund 55 Prozent der Impfberechtigten.