Polizei überprüft verpflichtende 2G-Kontrolle in Handel und Gastro

Drei Bekleidungsgeschäfte und ein Lokal in der St. Pöltner Innenstadt wurden am Dienstag von der Exekutive kontrolliert. Die NÖN war mit dabei.

Erstellt am 11. Januar 2022 | 14:37
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Zehn Beamte und Beamtinnen der Bereitschaftseinheit der Polizeiinspektion St. Pölten Bahnhof haben am Dienstag die verpflichtende 2G-Überprüfung in Handel und Gastronomie in der Landeshauptstadt kontrolliert. Denn auch im Handel sind seit Dienstag die Betreiberinnen und Betreiber selbst für die Kontrolle ihrer Kundinnen und Kunden verantwortlich.

Die Kontrollen der Polizei werden insgesamt massiv verschärft: Jede Polizeiinspektion führe jetzt Überprüfungen in ihrem Bereich durch, sagt Johann Baumschlager, Pressesprecher der Landespolizeidirektion NÖ. Früher waren dafür lediglich zwei Streifen im Einsatz.

„Ich finde das sehr in Ordnung“

Bei den Kontrollen von drei Bekleidungsgeschäften und einem Lokal in der St. Pöltner Innenstadt gab es keine besonderen Zwischenfälle. Die meisten Menschen waren kooperativ und zeigten sich verständnisvoll: „Ich finde das sehr in Ordnung“, meint eine Kundin von C& A, „dann werden wir das Virus vielleicht auch mal los.“ Bei der Filiale in der Kremser Gasse wird schon beim Eingang kontrolliert. Bis jetzt hätte es noch keine Probleme gegeben, meint die zuständige C&A-Mitarbeiterin.

Im Bekleidungsgeschäft H&M wird erst an der Kassa kontrolliert. Das sei ein bisschen mühsam. Denn die Kunden seien da oft schon eine halbe Stunde im Geschäft, sagt eine Kassierin der Filiale im Einkaufszentrum Promenade.

Gäste bei Lokal abgewiesen

Auch bei Kleiderbauer kontrolliert eine Mitarbeiterin direkt beim Eingang. Manche Menschen wollen ihre Daten nicht hergeben, ansonsten nehmen es die Kunden aber gut an, sagt sie. 

Zwei jüngere Kundinnen dort sind sich einig: „Es ist sehr okay, dass kontrolliert wird.“ In der Gastronomie sei es ihrer Meinung nach aber noch wichtiger.

Bei dem Lokal Schauspiel wurden zwei Gäste beim Eingang abgewiesen, weil sie keinen 2G-Nachweis hatten. Hier kontrolliert man schon seit Beginn der 2G-Regelung in der Gastronomie noch bevor die Gäste das Lokal betreten.

15.000 Mal gestraft

Die Polizistinnen und Polizisten setzen zunächst Dialog. Reicht das nicht aus, schreiten wir konsequent ein“, sagt Baumschlager. Rund 15.000 Anzeigen und 2.300 Organstrafmandate wegen Verstoßes gegen die Corona-Maßnahmen habe es bis jetzt gegeben. Die meisten Anzeigen betrafen Verstöße gegen die Maskenpflicht.