Zahl der Infektionen in Österreich kletterte auf 2.814. Mit 2.814 offiziell bestätigten Coronavirus-Infektionen am Samstag (Stand: 15.00 Uhr) hält sich die Entwicklung in Österreich nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums stabil. "Sie muss sich jedoch in der kommenden Woche weiter deutlich absenken", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in einer Aussendung am Mittwoch. Er verwies zudem auf den deutlichen Anstieg an Testungen.

Von APA, Redaktion. Update am 21. März 2020 (16:26)
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So wurden in Österreich bis Samstag 18.545 Testungen durchgeführt - in den vergangenen 24 Stunden eine bisherige Höchstzahl von gemeldeten 2.932 Testungen, die Neuerkrankungen nahmen dabei in diesem Zeitraum um rund 20 Prozent zu (Stand: 8.00 Uhr), womit der Anstieg ähnlich wie am Vortag geblieben ist.

Die 2.814 Fälle teilen sich nach Bundesländern folgendermaßen auf: Burgenland (54), Kärnten (83), Niederösterreich (394), Oberösterreich (548), Salzburg (185), Steiermark (388), Tirol (575), Vorarlberg (228) und Wien (359). Die meisten Covid-19-Fälle gibt es somit weiterhin in Tirol gefolgt von Oberösterreich.

Die Fälle in den NÖ-Bezirken.
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Anschober verwies bezüglich der Tests auf die Kriterien: klarer Symptome und Bezug zu einer Risikoregion oder enger Kontakt zu einem bestätigten Fall oder aber die Entscheidung eines Mediziners - beim Krankenhauspersonal soll verstärkt getestet werden. Der Abteilungsleiter für übertragbare Erkrankungen im Gesundheitsministerium, Bernhard Benka verwies im ORF-Ö1-Mittagsjournal auf den Umstand, dass "kommerzielle Hersteller immer mehr validierte Test-Kits auf den Markt bringen".

Acht Todesfälle im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 galten laut Ministerium als bestätigt. Drei in Wien, drei in der Steiermark und je einer in Nieder- und in Oberösterreich. Das ist ein Opfer mehr als noch Samstagfrüh. Was die Zahl der Todesfälle anbelangt, war man in Wien am Samstag bei sechs Personen. Das Ministerium und die Stadt Wien würden die Fälle aber auf die gleiche Art dokumentieren, Unterschiede ergeben sich, das zu unterschiedlichen Zeiten ausgewertet werde, erläuterte die Sprecherin des medizinischen Krisenstabes der Stadt Wien, der APA.

Einstweilen geht es mit den Rückholungen der Österreicher im Ausland weiter: Am Samstag in der Früh kam bereits ein weiterer Flug aus Hurghada zurück mit 175 Rückkehrern. Ein weiterer Hurghada-Flug sowie je ein Flug aus Teneriffa und Palma de Mallorca wurden am Nachmittag bzw. Abend erwartet, berichtete das Außenministerium. Morgen, am Sonntag finden Flüge aus Kapstadt und Kairo statt und am Montag dann ein Flug aus den USA, genauer gesagt aus Washington DC, für den die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen.

Zugenommen haben im Inland indes die Regelverstöße gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz, die zu knapp 300 Anzeigen in Wien an einem Tag geführt haben. Waren es mit Stand Freitagvormittag noch 550 Anzeigen seit dem Inkrafttreten der neuen Bestimmungen, stieg diese Zahl bis Samstagvormittag auf 842. Auch im Westen verhält es sich ähnlich: Die Tiroler Polizei hat mit Stand Samstag früh 398 Personen wegen Verstoßes gegen das Covid19-Maßnahmengesetz angezeigt, am Freitag waren es noch 222. In Vorarlberg gab es laut Polizei bisher 77 Anzeigen.

Die Bundesregierung hat im Kampf gegen das Coronavirus indes weitere 22 Millionen Euro für Forschung zur Verfügung gestellt. Finanziert werden sollen damit vor allem klinische Studien zur Erprobung von Medikamenten und Wirkstoffen gegen die Covid-19-Erkrankung und Forschungsprojekte, um Spitäler keimfrei zu halten.