Die goldene Abstandsregel. Die NÖN-Sicherheitstipps der Woche. Diesmal: Der richtige Sicherheitsabstand im Straßenverkehr.

Erstellt am 07. August 2013 (12:00)
Sicherheitstipps
NOEN
Wer ist noch nie zu knapp auf den Vordermann aufgefahren oder hat sich nicht schon einmal über einen Drängler geärgert? Das Risiko, das eingegangen wird, wenn man einen zu geringen Abstand zum Vordermann hält, ist vielen nicht bewusst. Bereits jeder fünfte Unfall mit Personenschaden ist ein Auffahrunfall, auf Autobahnen jeder zweite Unfall.

Laut StVO müssen Sie einen solchen Abstand vom nächsten vor Ihnen fahrenden Fahrzeug einhalten, dass Sie jederzeit rechtzeitig anhalten können, auch wenn das vordere Fahrzeug plötzlich abgebremst wird. Im Falle eines Unfalls ist immer der Fahrer schuld, der nicht den nötigen Abstand eingehalten hat. Was ist jetzt aber der richtige Abstand?

Unser Tipp:
Die goldene Abstandsregel: zwei Sekunden! Visieren Sie einen markanten Punkt am Fahrbahnrand an. Sobald das vorausfahrende Fahrzeug diesen Punkt passiert, beginnen Sie, in Sekundenabständen zu zählen. Sie sollten diesen Punkt nicht erreichen, bevor man zwei Sekunden durchgezählt hat.

Diese Regel gilt allerdings nur bei optimalen Sicht- und Fahrbahnbedingungen! Bei nasser Fahrbahn, bei Schnee oder Glatteis sollte der Abstand entsprechend erhöht werden.

Drängler müssen mit Geldstrafen und Vormerkung rechnen

Ein unzureichender Sicherheitsabstand von nur 0,2 - 0,4 Sekunden führt auch zu einer Vormerkung im Führerscheinregister. Zusätzlich müssen diese Drängler mit einer Geldstrafe bis zu 726 € rechnen. Wird unter besonders gefährlichen Verhältnissen gedrängelt, kann die Geldstrafe bis zu 2.180 € betragen.

Ein Sicherheitsabstand von unter 0,2 Sekunden führt sofort zum Entzug des Führerscheines für die Dauer von mindestens drei Monaten.

Praktisch gesehen ist alles unter einer Sekunde Abstand wie ein Hochseilakt ohne Netz.