ÖBB machen donauquerende Hochspannungsleitung vogelsicher

Erstellt am 27. Dezember 2021 | 09:47
Lesezeit: 2 Min
Hochspannungsleitung Strommast
Foto: NOEN
Jedes Jahr kollidieren zahlreiche Vögel im Donauraum mit flussquerenden Stromleitungen. Diese Vorfälle mit meist tödlichem Ausgang soll nun eine Kooperation der ÖBB mit dem Nationalpark Donau-Auen reduzieren.
Werbung

Montiert wurden an den Hochspannungsleitungen im Bereich von Schönau im Bezirk Gänserndorf bis Fischamend (Bezirk Bruck a. d. Leitha) nach Angaben vom Montag Schutzfähnchen, die das Kollisionsrisiko um bis zu 90 Prozent verringern sollen.

Die Zusammenarbeit erfolgt laut einer Aussendung im Rahmen des EU-Projekts Life Danube Free Sky. Die Donau im Bereich des Nationalpark Donau-Auen sei eines der wichtigsten Überwinterungsgebiete für Wasservögel in Österreich, wurde zu den Beweggründen für die Aktion betont. "Tausende Enten, Gänse und Möwen kommen jetzt in der kalten Jahreszeit aus dem hohen Norden zu uns." Die Schutzmaßnahmen seien rechtzeitig vor dem Eintreffen dieser Tiere abgeschlossen worden.

Montiert wurden in schwindelerregender Höhe Fähnchen, deren kontrastreiche Lamellen sich im Wind bewegen. Auch bei schlechten Sichtbedingungen können Vögel nun dieses potenzielle Hindernis erkennen und der Gefahr ausweichen.