Gefallener Engel: Freundschaft vorbei. „Wir waren gut befreundet und es gab wechselseitige Geschenke. Ich habe ihm sehr geholfen, er hat damals sehr viel getrunken. Aus Dankbarkeit hat er mir den vergoldeten Holzengel, der in seinem Wachauer Elternhaus stand, geschenkt. Ich war beschämt, als er die Rückgabe der Statue oder 5.000 Euro forderte“, schildert eine Mödlingerin (59) vor Gericht und beteuert ihre Unschuld zum Vorwurf der Sachentziehung...

Erstellt am 29. September 2014 (10:36)
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Im November habe ein wenig erbauliches Gespräch mit dem einstmals so guten Bekannten in der Wachau stattgefunden. Er habe die etwas lädierte Statue nicht übernommen und eine Restaurierung gefordert. Danach habe sie aus Wut und Enttäuschung bei der Donaubrücke in Mautern einen Stopp eingelegt: „Ich habe die Statue in die Donau geworfen. Es hat mir gutgetan. Es war ein Geschenk, und damit kann ich machen was ich will“, erklärt die Mödlingerin.

„Das war kein Geschenk, nur eine Leihgabe“, erklärt der Wachauer (48) aufgebracht.

Die Engelsturz-Causa findet ein diversionelles Ende: Der Mödlingerin bleibt gegen Bezahlung einer Geldbuße von 3.500 Euro eine Vorstrafe erspart. Der Wachauer erhält Schadenersatz.