1,6 Tonnen Müll auf NÖ Autobahnen. Die ASFINAG muss jährlich insgesamt mehr als 2.200 Tonnen Müll von den Autobahnen im Osten Österreichs räumen.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 20. Juli 2018 (12:33)

Jedes Jahr landet tonnenweise Müll auf den Autobahnen und Schnellstraßen. Achtlos „entsorgte“ Getränkedosen und Zigaretten sind dabei nicht nur ein Ärgernis für Lenkerinnen und Lenker, sondern können zu gefährlichen Wurfgeschoßen werden.

„Gegenstände auf Fahrbahnen, und wenn es nur eine aufgewirbelte Zeitung ist, können Unfälle verursachen“, sagt ASFINAG Geschäftsführer Josef Fiala. Rund 500 Tonnen dieses achtlos entsorgten Mülls sammeln die 320 ASFINAG Mitarbeiter in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland jährlich händisch wieder auf.

Geschäftsführer Fiala: „Die Müllentsorgung kostet jedes Jahr im Osten immerhin mehr als drei Millionen Euro. Alles was per Hand eingesammelt und entsorgt wird, lässt die Kosten steigen.“ Für die fachgerechte Entsorgung des Mülls stehen österreichweit auf den 50 ASFINAG Rastplätzen und 90 Raststationen ausreichend Mistkübel und Container zur Verfügung. 2017 hat die ASFINAG in Ostösterreich mehr als 2.200 Tonnen Müll entsorgt und dafür 3,2 Millionen Euro investiert.

Phänomen Mülltourismus

Auch wenn der größte Teil des Mülls ordnungsgemäß in dafür vorgesehenen Mistkübeln und Containern landet, kämpft die ASFINAG gegen den sogenannten „Mülltourismus“. Vor allem alte Autoreifen und Bauschutt werden immer wieder auf den Rast- und Parkplätzen abgeladen. Aber auch Fahrräder, Kühlschränke, Bänke, oder Türen müssen von den Mitarbeitern der Autobahnmeistereien unter großem Aufwand weggeräumt werden.

Regionale Daten Wien, Niederösterreich, Burgenland

Bundesland

Menge 2017 [t]

Kosten 2017

Wien

42

62.600 Euro

Niederösterreich

1.662

2,4 Millionen Euro

Burgenland

519

774.000 Euro

Summe

2.223

3,2 Millionen Euro