Bundesheer startete große Gefechtsübung in OÖ und NÖ. Das Bundesheer hat am Montag seine größte Gefechtsübung im heurigen Jahr gestartet. "European Advance 2019" (EURAD19) findet von 18. bis 29. November 2019 statt.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 18. November 2019 (10:53)

Dabei werden über 2.300 Soldatinnen und Soldaten in Oberösterreich (Hörsching bis Enns), in Niederösterreich (Mautern, Weitra, Langenlebarn, Amstetten) und vor allem am Truppenübungsplatz Allentsteig trainieren, berichtete das Bundesheer ( wir hatten ebenfalls berichtet, siehe hier ).

Zusammenarbeit wird geübt

230 Soldaten kommen aus Deutschland und Kroatien. Aus Österreich nehmen alle Bundesländer außer Vorarlberg teil. Laut Bundesheer findet ein Teil der Übungen außerhalb von militärischen Übungsplätzen statt. Dabei kann es zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen kommen. Dabei wird blaue Übungsmunition verwendet. Wer diese findet, darf sie keinesfalls berühren sondern soll sich an die nächste Polizeiinspektion oder an eurad.presse@bmlv.gv.at bzw. die Telefonnummer 0664622-6111 wenden. Experten entsorgen die Munition dann fachgerecht.

Bei der Übung setzt das Bundesheer 70 gepanzerte Fahrzeuge, über 200 Räderfahrzeuge und zwölf Luftfahrzeuge ein. Im Fokus der Übung steht die Zertifizierung des österreichischen Beitrages zur EU-Battlegroup im zweiten Halbjahr 2020 nach internationalen Standards: ein voll ausgerüstetes Logistikbataillon mit Spezialisten zur Missionsunterstützung.

Geübt wird die Zusammenarbeit bei einer Stabilisierungsoperation im Rahmen des Einsatzes einer EU-Battlegroup. Das Kommando Streitkräfte trainiert die Führung von Land- und Luftstreitkräften. Die eingesetzten Truppen üben unter der Führung der 3. Jägerbrigade taktische Verfahren in einer (fiktiven) instabilen Krisenregion. Zugleich arbeiten die Soldaten mit internationalen staatlichen und nicht staatlichen Organisationen an der Lösung eines Konfliktes.

Um jederzeit schnell verfügbare militärische Kräfte für Krisen bereit zu haben, halten die Mitgliedsländer der EU sogenannte Battlegroups bereit. Dem vereinbarten Plan folgend, beteiligt sich auch das Bundesheer immer wieder mit Truppen an diesen Krisenreaktionskräften. So hält das Bundesheer u.a. ein Logistikbataillon für die zweite Jahreshälfte 2020 bereit. Mögliche Einsatzszenarien für EU-Battlegroups reichen von humanitären und friedenserhaltenden Einsätzen über Evakuierungs- und Stabilisierungsoperationen bis hin zu Einsätzen zur Friedenssicherung.