2.318 Unfälle mit Personenschaden im Jahr 2018. 2.318 Unfälle mit Personenschaden haben laut ÖAMTC am Donnerstag im Vorjahr eine Fahrerflucht nach sich gezogen.

Von APA Red. Erstellt am 20. Juni 2019 (13:07)
APA (dpa/Symbolbild)
Kommt bei Fahrerflucht jemand zu Schaden drohen bis zu drei Jahre Haft

Dabei wurden mehr als 2.600 Menschen verletzt, fünf kamen ums Leben. Für die Jahre 2012 bis 2018 gab es rund 12.000 Fahrerfluchtunfälle mit Personenschaden. Demnach flüchten pro Jahr etwa 2.000 Verkehrsteilnehmer nach einem Unfall, bei dem Menschen verletzt oder getötet wurden.

"Insgesamt dürfte die Anzahl der Unfälle mit Fahrerflucht sogar deutlich höher liegen, denn reine Sachschäden werden in dieser Statistik gar nicht erfasst", erläuterte ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger in einer Aussendung. Die mit Abstand meisten Fahrerfluchtunfälle ereigneten sich 2018 übrigens in Wien (590), gefolgt von Oberösterreich (386) und Niederösterreich (358).

"Grundsätzlich ist jeder Unfall eine emotionale Ausnahmesituation für alle Beteiligten. Eine Entschuldigung, sich der Verantwortung zu entziehen, ist das freilich nicht", sagte Seidenberger. "Auch wenn es im ersten Moment noch so unangenehm sein mag, sich der Situation zu stellen - die Konsequenzen einer Flucht sind in der Regel wesentlich schlimmer."

Je nach Schwere des Vergehens bzw. der Folgen muss man laut ÖAMTC mit bis zu 2.180 Euro Verwaltungsstrafe rechnen. Ist der Straftatbestand des Imstichlassens eines Verletzten erfüllt, droht sogar ein gerichtliches Strafverfahren mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren (je nach Schwere der Verletzung). Viele Fahrerflüchtige sind aus der Altersgruppe der 15- bis 24-jährigen Verkehrsteilnehmer; die meisten Fahrerfluchtunfälle ereigneten sich 2018 zwischen Mai und September.