Sprengungen: Haft für Polen. 100.000 Euro Schaden richtete ein 32-jähriger an.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 13. September 2016 (04:24)
NOEN, Hahslinger
Auch Einbrüche und Diebstähle gehen auf das Konto des „Sprengmeisters“ Pawel O.

„Ich war irgendwie in einem Amokzustand. Ich hatte viele Probleme, familiär und gesundheitlich, und ich brauchte Geld“, erklärt der Pole Pawel O. (32) seine Einbruchstour im Wald- und Weinviertel vor Gericht. Unumwunden gibt er zu, dass er zwei Fahrscheinautomaten (in Schwarzenau im Bezirk Zwettl und in Paasdorf im Bezirk Mistelbach) aufgesprengt und rund 3.000 Euro erbeutet hat.

NOEN, zVg
Der zerstörte Fahrscheinautomat in Schwarzenau im Bezirk Zwettl.

Der enorme Sachschaden (an die 100.000 Euro) habe ihn überrascht, wäre ihm aber, so nach dem Motto „Wo gehobelt wird, fallen Späne“, schlichtweg egal gewesen, gesteht er ein. In einem polnischen Waffengeschäft habe er nach Sprengmitteln gefragt und auch zwei Sprengkörper bekommen, schildert er.

Weitere Diebstähle gestanden

Freimütig gesteht er auch Treibstoffdiebstähle (in Waidhofen an der Thaya, Zwettl und Schrick), das Entwenden eines Autokennzeichens in Waidhofen und drei Coups in Obersdorf (Baufirma zwei Nivellierungsgeräte im Wert von 110.000 Euro gestohlen, Kassen der Waschanlage eines Lagerhauses geplündert und ein misslungener Einbruch in ein Autohaus) ein.

Von drei Wohnungseinbrüchen im Bezirk Mistelbach (in Kettlasbrunn, Obersdorf und Bullendorf) will er nichts wissen: „Ich breche nicht in Wohnungen ein, wo Menschen schlafen, beteuert er. Das befindet der Schöffensenat nach dem Beweisverfahren anders: O. wird wegen gewerbsmäßig schweren Einbruchsdiebstahls zu einer dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Nicht rechtskräftig.