Fairplay im Umgang mit den Rettungskräften. Um helfen zu können ist die Übermittlung aller gesundheits-relevanten Informationen wichtig. Das Rote Kreuz bittet daher um möglichst umfassende Angaben der Patienten bezüglich des Coronavirus. Fragen nach Symptomen wie Fieber oder Husten sollten wahrheitsgemäß beantwortet werden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 27. März 2020 (17:11)
Die Helfer des Roten Kreuzes kommen und helfen - damit sie das auch in Krisenzeiten können, ist Fairplay gefragt. Patienten sollten Routinefragen nach coronatypischen Symptomen ehrlich beantworten.
ÖRK / M. Hechenberger

Das Rote Kreuz ist flächendeckend im Corona-Einsatz, führt tausende Testungen pro Tag durch, unterstützt die Behörden in vielen Bereichen, vermittelt Freiwillige und Zivildienstleistende, liefert wichtige Informationen – und steht der Bevölkerung natürlich weiterhin mit seinen Rettungskräften zur Verfügung. „Um den Menschen bestmöglich helfen zu können, ist es aber wichtig, ein klares Bild der Lage zu haben“, sagt Bundesrettungskommandant Gerry Foitik. „Wir bitten daher um Fairplay und möglichst umfassende Angaben der Patientinnen und Patienten bezüglich des Corona-Virus.“

Wie sieht es mit Symptomen aus?

Zu den üblichen Routinefragen, wenn eine Helferin oder ein Helfer in Rot erscheint oder anruft – Wo tut es denn weh? Gibt es Vorerkrankungen? Nehmen Sie Medikamente? etc. – kommen jetzt auch andere Fragen: Wie sieht es mit Symptomen aus, speziell Husten und Fieber? Waren Sie in Kontakt mit Behörden, und was haben die gesagt? „Genaue und transparente Angaben sind wichtig, damit auch die Rettungskräfte weiterhin gesund im Einsatz bleiben können“, sagt Foitik.

Andere vor Ansteckung schützen

Das Rote Kreuz bittet um Unterstützung, um selbst bestmöglich helfen zu können. „All jene, die zu Hause bleiben und andere vor einer Ansteckung schützen, sind Helden. In Österreich erleben wir aktuell eine große Hilfsbereitschaft“, sagt Foitik. „Gerade in Zeiten wie diesen muss Solidarität das oberste Gebot der Stunde sein. Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, ist ein Schulterschluss der Gesellschaft nötig.“