Fall Kührer: Auto sichergestellt - DNA-Spuren gefunden. Das Auto des Besitzers des Grundstückes auf dem die Überreste von Julia Kührer gefunden wurde letzte Woche von Experten der Tatortgruppe des Landeskriminalamts Niederösterreich untersucht. Es wurden ca. 80 DNA-Spuren sichergestellt.

Erstellt am 17. August 2011 (08:04)
NOEN
Die Liste der sichergestellten Spuren wurde der Staatsanwaltschaft Korneuburg übergeben. Der zuständige Staatsanwalt entscheidet welche und wieviele Spuren untersucht werden. 

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, Friedrich Köhl, erläuterte am Mittwoch gegenüber der APA, dass es sich um gefundene Faserspuren handle. Diese werden nun auf DNA untersucht, was sicher mehrere Wochen in Anspruch nehmen werde. Für die Staatsanwaltschaft gelte K. weiter als verdächtig, so Köhl. Ob oder welche Ermittlungsansätze in dem Fall noch verfolgt werden, beantwortete er nicht.
 
Die Schülerin aus Pulkau im Bezirk Hollabrunn verschwand am 27. Juni 2006. Nach jahrelangen Ermittlungen rollte das Bundeskriminalamt den Fall im neu auf, wieder wurde jedem Hinweis nachgegangen. Im Mai 2010 wurden drei Verdächtige festgenommen, mit denen das Mädchen einer Zeugenaussage zufolge zuletzt gesehen worden war - aber kurz darauf mangels Indizien wieder enthaftet. Am Abend des 30. Juni 2011 entdeckten dann Nachbarn - durch Zufall, wie es hieß - das Skelett des Mädchens in einem Erdkeller auf einem Grundstück im nahen Dietmannsdorf. Auch Überreste von Schulbüchern und einer blauen Decke wurden gefunden.
 
Zahnanalysen und DNA-Tests bestätigten die Identität der Leiche. Der für die Ermittler tatverdächtige 50-Jährige wurde festgenommen, der zuständige Richter verneinte jedoch das Vorliegen eines dringenden Tatverdachts und verhängte keine U-Haft. In der Folge lehnte das Oberlandesgericht die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Enthaftung ab. Michael K. selbst beteuerte in zahlreichen Medien seine Unschuld, Unbekannte hätten die Tote auf seinem Grundstück abgelegt.
 



Bisherige Ereignisse: