NÖ Kinderrechtepreis in Krems verliehen. Über 200 Festgäste, darunter 90 Kinder und Jugendliche, nahmen am heute am Fest an der Donau Uni Krems anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte teil. Gemeinsam mit der Donau-Universität Krems hatte die NÖ kija auch 2019 wieder zu einem Fest und zur Verleihung des NÖ Kinderrechtepreises eingeladen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 21. Oktober 2019 (14:40)
Skokanitsch Fotografie
Preisträger NÖKISS – NÖ KinderSommerSpiele Herzogenburg (v.l.n.r.): Johannes Kerschbaumer (DUK), NÖ Kinder & Jugend Anwältin Gabriela Peterschofsky-Orange, Andreas Kickinger (NÖ Kindersommerspiele), Rektor Friedrich Faulhammer (DUK), Maximilian Fürnsinn (ehemalige Probst des Stiftes Herzogenburg), Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister

Die drei Preisträger der 5. NÖ Kinderrechte-Preisverleihung Niederösterreichs lauten: 

  • #hummanity‘ - Jugendrotkreuz Niederösterreich
  • NÖKISS – NÖ KinderSommerSpiele Herzogenburg‘ 
  • Schulen lösen Mobbing‘, Verein Team Präsent – Institut für Gewaltprävention und Beziehungskultur. 

Die frühere Landesrätin Barbara Schwarz wurde für ihr vielfältigstes und jahrelanges Engagement für die Kinderrechte mit dem Ehrenpreis der Kinderrechte ausgezeichnet. 


Kinderrrechte in der Verfassung verankert

„In diesem Jahr gibt es mehrere Jubiläen zu feiern. Nämlich 30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention, 30 Jahre Gewaltverbot in Österreich und 30 Jahre Kinder & Jugend Anwaltschaften, eingeführt durch die UN-Kinderrechtekonvention“, gratulierte Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Die Verankerung der Kinderrechte in der Verfassung sowie das Gewaltverbot waren ein wesentlicher Schritt in Niederösterreich und Österreich. „Es ist aber weiterhin wichtig, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene über die Kinderrechte ausgiebig informiert werden und dass es Einrichtungen gibt, wo Kinder und Jugendliche Beratung, Informationen und Hilfe finden“, so die Landesrätin.


Mit Handpuppen Rechte und Pflichten kennenlernen

Zu Beginn des Festes fand die Uraufführung des Handpuppenspiels „KIYOU’s Abenteuer – Löffl hat Geburtstag“ statt. Das Stück wurde von der NÖ Kinder & Jugend Anwaltschaft gemeinsam mit der BAfEP Amstetten, der Abteilung Kindergärten des Landes Niederösterreichs und der Musiktheatergruppe "Traumfänger" entwickelt.

Teschl-Hofmeister bekräftigte, dass Kinder, die ihre Rechte kennen, gestärkt sind und so in eine angstfreie, solidarische Lebensperspektive begleitet werden: „Es ist dem Land NÖ ein besonderes Anliegen schon im Kindergarten, der ein wesentlicher Sozialisations- und Lernort für Kinder ist, die Kinderrechte zu verankern und Aufklärungsarbeit zu leisten". Mit dem Handpuppenspiel ‚KIYOU’s Abenteuer – Löffl hat Geburtstag‘ lernen schon die Kindergartenkinder auf spielerische Weise ihre Rechte und Pflichten kennen.


UN-Kinderrechtekonvention: Recht auf Bildung

Rektor Friedrich Faulhammer hob die Bedeutung des Themas für die Donau-Universität Krems hervor. Er ging in seiner Begrüßung auf die UN-Kinderrechtekonvention ein, die Zugang zu umfassender Bildung bis hin zum Hochschulbereich festschreibt. Mit Veranstaltungen wie der Kinderrechtepreisverleihung rückt die Donau-Universität Krems ein wichtiges Thema und die damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen in den Fokus.

Christiane Teschl-Hofmeister, Friedrich Faulhammer und die NÖ Kinder- und Jugendanwältin Gabriela Peterschofsky-Orange überreichten die Preise. Als Botschafter der Kinderrechte für Ihre Leistungen im Rahmen des Opferschutzes wurden Chistine Hansi, Paulus Hochgatterer und Kurt Leitzenberger ernannt.


Peterschofsky-Orange: Öffentlichkeit für Kinderrechte

Die NÖ Kinder & Jugend Anwältin Gabriela Peterschofsky-Orange hielt abschließend fest, dass die NÖ Kinder & Jugend Anwaltschaft im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages auch Projekte entwickelt, um die Lebensbedingungen junger Menschen zu verbessern und dem Thema Kinderrechte eine breite Öffentlichkeit zu verschaffen. Nur durch Kooperationen, wenn sich viele für die Kinder und Jugendlichen und ihre Kinderrechte einsetzen, kann der Schutz und die Partizipation der Kinder und Jugendlichen gewährleistet werden.