Feuerwehr sprach erstmals von Entspannung. Am Donnerstag, dem siebenten Tag des Hochwassers, ist erstmals von wirklicher Entspannung die Rede gewesen. Ausgenommen davon war nur der Bereich an der Donau östlich von Wien, wo der Pegel noch stieg.

Erstellt am 06. Juni 2013 (11:33)
NOEN, HELMUT FOHRINGER (APA)
APA13074136-2 - 05062013 - HAGSDORF - …STERREICH: Kräfte der Feuerwehr bei Aufräumarbeiten in Hagsdorf nahe Ybbs, nachdem die Pegelstände der Donau leicht zurückgegangen waren. Die Belastung durch Hochwasser verlagert sich bereits ostwärts, bleibt jedoch weiterhin angespannt. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER
Im Westen des Landes liefen bereits Aufräumarbeiten, sagte Franz Resperger, Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos, am Vormittag nach einer Lagebesprechung.

Dämme in Theiß und Stopfenreuth hielten

Der Damm am Kremsfluss in Theiß, wo u.a. nicht nur 600 Tonnen Schotter, sondern auch 1.000 Tonnen Sand aufgebracht wurden, hielt ebenso wie jener in Stopfenreuth (Bezirk Gänserndorf), der durch Sandsäcke erhöht wurde. Es bestehe "keine Gefahr", so Resperger. "Unverändert" und "stabil" sei die Lage auch in Hainburg (Bezirk Bruck an der Leitha), wo das Augenmerk u.a. dem vom Hochwasser bedrohten Bahnhof galt.

In Kritzendorf in der Gemeinde Klosterneuburg (Bezirk Wien-Umgebung) hat die Feuerwehr laut Resperger "das größte Textillager in Niederösterreich" vor größerem Schaden bewahrt. Der Betrieb unmittelbar am sogenannten Durchstich wurde dank der unermüdlichen Arbeit zahlreicher Helfer aus dem Bezirk nur teilweise von der Flut getroffen.

Zwischenbilanz: 14.200 Kräfte von 1.093 Feuerwehren im Einsatz

Das Landeskommando hat am Donnerstag auch eine neuerliche Zwischenbilanz gezogen: Demnach standen bisher 14.200 Kräfte von 1.093 Feuerwehren mit 3.214 Fahrzeugen im Hochwassereinsatz. Dazu zählten auch 32 Züge des Katastrophenhilfsdienstes. 712 Pumpen waren aufgeboten. Damit wurden Resperger zufolge pro Stunde 67 Millionen Liter Wasser abgepumpt. In Verwendung standen außerdem 496 Stromaggregate. Nicht zuletzt wurden 1,6 Millionen Sandsäcke befüllt.

Aufräumarbeiten begannen am Donnerstag u.a. in Krems. Die B3 im Stadtgebiet und die B35 (Ringstraße) sollten im Laufe des Tages wieder freigegeben werden, so das Rathaus. „Wir ersuchen aber die Autofahrer von zusätzlichen Fahrten nach Stein Abstand zu nehmen, damit alle notwendigen Abbauarbeiten reibungslos verlaufen können“, sagte Magistratsdirektor Karl Hallbauer. Die Gebührenpflicht für Parker gilt in Krems erst ab Freitag wieder.

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