Feuerwehren rückten zu Silvester zu 60 Bränden aus. Für die niederösterreichischen Feuerwehren ist die Silvesternacht mit 60 Bränden unruhig verlaufen. Dennoch gab es im Vergleich zum Vorjahr bis 3.00 Uhr um zwölf Einsätze weniger, zog das Landesfeuerwehrkommando Bilanz.

Erstellt am 01. Januar 2014 (09:58)
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Durch fehlgeleitete Raketen sei Sachschaden entstanden. Dieses Jahr lag die Zahl der Autobrände ungewöhnlich hoch. Insgesamt standen 1.150 Kräfte im Einsatz. Gleich fünf Pkw wurden zum Jahreswechsel ein Raub der Flammen. Im Industriegebiet in Hagenbrunn (Bezirk Korneuburg) brannte ein geparkter Kleinwagen völlig aus. Rund um das Auto wurden von der Feuerwehr mehrere Gaskartuschen entdeckt. Ein Feuerwerkskörper dürfte diese in Brand geschossen haben, die Flammen hätten sodann auf den Pkw übergegriffen, wird vermutet.

In Himberg im Bezirk Wien-Umgebung stand das Erdgeschoß und der erste Stock eines Einfamilienhauses in Vollbrand. Zunächst gingen die Einsatzkräfte davon aus, dass sich im oberen Stock noch zwei kleine Kinder befinden würden. Dies stellte sich aber als falsch heraus. Die Hausbesitzer waren zum Zeitpunkt des Brandausbruches mit ihren Sprösslingen bei Nachbarn zu Gast. Wodurch das Feuer ausgelöst wurde, ist noch unklar. Sachschaden entstand auch an Hecken und Müllcontainern, die in Flammen aufgingen.

Insgesamt fiel die Feuerbilanz aber freundlicher aus als im Vorjahr, nachdem tagsüber Wiesen und Wälder durch den Nieselregen ausreichend befeuchtet worden waren. Auffällig hoch war auch der Anstieg von Verkehrsunfällen am Silvestertag. Insgesamt mussten die Feuerwehren 28 Mal ausrücken, um schwer beschädigte Fahrzeug von der Straße zu räumen. In drei Fällen war der Zusammenstoß so heftig, dass eingeklemmte schwer verletzte Insassen von den Einsatzkräften aus den Wracks geschnitten werden mussten.