NÖ Feuerwehren immer häufiger im Unwettereinsatz. Die Feuerwehren in NÖ verzeichnen heuer überdurchschnittlich viele Sturmeinsätze.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 23. August 2017 (12:49)
Bilderbox.com, Erwin Wodicka

"Massiv getroffen" wurde das Bundesland durch lokale Unwetter, Dürre und regionalen Überschwemmungen, sagte LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Bis Jahresende werden 25 Hochwasserschutz-Projekte fertiggestellt und 25 weitere mit 125 Millionen Euro Investitionsvolumen gestartet.

Bisher 1.600 Sturmschäden und 600 Auspumparbeiten

Die niederösterreichischen Feuerwehren rückten heuer bisher bereits 1.600 Mal zu Sturmschäden aus, im Vorjahr waren es mehr als 1.000 Einsätze, sagte Landeskommandant Dietmar Fahrafellner.

Nach rund 1.000 Auspumparbeiten 2016 halten die Helfer heuer bereits bei 600. Allein nach einer Gewitterfront in der Nacht auf den 11. August waren mehr als 1.200 FF-Mitglieder im Einsatz. Investiert worden sei zuletzt etwa in Großpumpenanlagen und Großstromaggregate, sagte der Landesfeuerwehrkommandant. Zudem seien eine Million Sandsäcke im Bundesland vorrätig.

Die Wetterkapriolen in diesem Sommer haben nach ersten Schätzungen 20 bis 25 Millionen Euro Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen und Gebäuden angerichtet. Landwirte meldeten Ernteausfälle bis zu 50 Prozent. "Wir haben einen turbulenten Sommer hinter uns", so Pernkopf. Niederösterreich sei aber heuer weniger stark als andere Bundesländer von Unwettern betroffen gewesen.

Start von 25 weiteren Hochwasserschutzprojekten

In puncto Hochwasserschutz sollen bis Ende des Jahres 25 Vorhaben abgeschlossen werden, das größte davon ist jenes in Korneuburg (11,5 Millionen Euro Baukosten). In Angriff genommen werden sollen heuer weitere 25 Projekte, darunter die Sanierung des Marchfeldschutzdammes. Der 96,2 Millionen Euro teure Bau soll 30.000 Einwohner in zwölf Gemeinden absichern und wird vom Bund, dem Land NÖ und der Stadt Wien finanziert. Außerdem wurden bisher 25 Renaturierungsprojekte, etwa entlang der Traisen, der Donau und der Pielach, umgesetzt.

Seit 2002 wurden 270 Gemeinden hochwassersicherer gemacht, sagte Pernkopf. 870 Millionen Euro wurden in die Bauvorhaben investiert.