Asyl: Zeltstädte sind wieder eine Option. Innenministerium verweist auf die stark ansteigende Zahl an Asylwerbern. Schlagabtausch mit der Caritas.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 01. September 2014 (09:26)
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Das Lager Traiskirchen: Noch immer sind zu viele Flüchtlinge untergebracht, noch immer gilt deswegen der Aufnahmestopp.
NOEN, Franz Baldauf

Auch wenn von mehreren Seiten heftig dagegen gewettert und agiert wird: Der Aufnahmestopp im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen ist noch immer aufrecht. Derzeit sind ungefähr 1.270 Flüchtlinge in dem Lager untergebracht, 480 sind zwischen Bund und Land paktiert. Da wegen der vielen Konfliktherde gleichzeitig auch die Zahl der Asylwerber steigt – im August um 68 Prozent mehr als vor einem Jahr, so das Innenministerium –, werden erneut Zeltstädte als Unterbringung angedacht.

Zelte als Beherbergung wurden vor allem von der Caritas strikt abgelehnt. Überhaupt liegen Innenministerium und Caritas wegen der Flüchtlingsproblematik auf Konfliktkurs. So richtete das Ministerium in der Vorwoche erneut einen Appell an Hilfsorganisationen „wie etwa die Caritas“. Sie sollten „endlich die Augen öffnen und sich bei der Suche nach Quartieren beteiligen“. Die Reaktion von Caritas-Präsident Michael Landau: Die Caritas stelle aktuell österreichweit für 2.769 Flüchtlinge Quartiere zur Verfügung, weitere seien in Vorbereitung.

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