FPÖ-Homepage von "Anonymous" gehackt. Die Seite der FPÖ ist von Hackern gekapert worden. Das teilte ein Anrufer, der sich selbst als "Anonymous" bezeichnete, der APA in der Nacht auf Montag mit. Auf der Startseite von www.fpoe.at war ein geflügeltes Pony zu sehen, unter dem "Pwned" (Kurzform von "powned", zu Deutsch "erwischt") stand. Anfang Juli war bereits die Seite der SPÖ gekapert worden.

Erstellt am 11. Juli 2011 (14:40)

Die Seite der FPÖ ist von Hackern gekapert worden. Das teilte ein Anrufer, der sich selbst als "Anonymous" bezeichnete, der APA in der Nacht auf Montag mit. Auf der Startseite von war ein geflügeltes Pony zu sehen, unter dem "Pwned" (Kurzform von "powned", zu Deutsch "erwischt") stand. Anfang Juli war bereits die Seite der SPÖ gekapert worden.

Wie das Netzwerk Anonymous gegenüber der APA erklärte, erfolgte der Angriff auf die Partei-Website im Zuge der "Operation Anti-Security" (AntiSec) der Gruppe Lulz Security (LulzSec), mit der sich Anonymous kürzlich verbrüderte. Man wolle auf diese Weise gegen "Regierungen, Banken und andere korrupte Institutionen" vorgehen, so Anonymous. Dass es diesmal die FPÖ"erwischte", ist offenbar reiner Zufall. Anonymous will auch die Webseiten anderer österreichischer Parteien hacken.

Für FPÖ-Generalsekretär Kickl handelt es sich bei dem Hacker-Angriff um einen "kriminellen Akt" und keinesfalls um eine Spielerei. Die Hacker seien aber "nicht in sensible Daten eingedrungen", sie seien inhaltlich an der Oberfläche geblieben, sagte Kickl am Montag gegenüber der APA. Die FPÖ erstattete Anzeige beim Verfassungsschutz.

Auf der gehackten Seite der FPÖ waren zwar auch einige Usernamen und deren Passwörter zu sehen - jedoch verschlüsselt. Diesmal wollte man diese "nicht öffentlich zugänglich machen", wie "Anonymous" der APA berichtete. Bei dem Hackerangriff auf die Website der SPÖ am 1. Juli waren die Passwörter unverschlüsselt zugänglich, das habe aber "zu viel Ärger" bereitet.

Mit schwierigen Ermittlungen in dem SPÖ-Fall die Staatsanwaltschaft. Demnach erfolgen die Angriffe auf die Internet-Seiten über Verschlüsselungstools, über die fingiert wird, von wo aus die Attacke gestartet wird. Bisher sei es noch nicht einmal gelungen, die IP-Adressen zu ermitteln.