Blackout? Über 60 Prozent sind „nicht vorbereitet“

4.983 Stimmen wurden bei der aktuellen NÖN-Online-Umfrage „Seid ihr auf einen Blackout vorbereitet?“ abgegeben. Darauf haben 36.26 Prozent oder 1.807 Stimmen mit „Ja“ geantwortet - und 63.74 Prozent oder 3.176 Stimmen mit „Nein“.

Erstellt am 09. November 2021 | 10:29
Blackout Symbolbild
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Foto: Lars Hallstrom, Shutterstock.com

Überrascht sei er vom Ergebnis der Umfrage nicht, sagt Thomas Hauser, Geschäftsführer des NÖ Zivilschutzverbandes (NÖZSV): „Die Zahlen würde ich unterschreiben.“

Die Gefahr eines Blackouts sei zwar vielen Menschen durchaus bewusst, aber das Detailwissen fehle. „Ich bemerke viele Aha-Erlebnisse bei unseren Veranstaltungen. Zum Bespiel, wenn ich den Leuten sage, dass im Falle eines Blackouts weder Festnetz- noch Mobiltelefonie funktionieren. Sie können also nicht ihre Tochter in Wien anrufen, um zu fragen, wie es ihr geht.“

Thomas Hauser
Thomas Hauser
NÖZSV

Bei einem Vortrag habe er thematisiert, dass bei einem Blackout auch die Wasserversorgung ausfällt. „Da ist ein Zuhörer aufgestanden und hat gefragt: ,Was hat denn die Steckdose mit der Wasserleitung zu tun?‘ Dass Wasser mittels Strom durch Leitungen gepumpt werden muss, ist genau so ein Detail, das vielen nicht bewusst ist“, sagt Hauser.

Auch das Thema Bevorratung sei nicht so geläufig, wie man denke. „Da muss man die Mentalität des Österreichers sehen“, weiß Hauser. Interessant sei ein Problem erst dann, wenn es akut wird. Die Disziplin, die Vorratskammer regelmäßig aufzufüllen, sei erst dann gegeben, wenn eine Gefahrendimension greifbar werde.

Umfrage beendet

  • Seid ihr auf einen Blackout vorbereitet?


„Wir Zivilschützer haben da einen goldenen Grundsatz, der heißt: Es muss erst etwas passieren, damit etwas passiert.“ Aus dem Grund setzt der NÖZSV „ständig kleine Nadelstiche“, um die Menschen an ihre Eigenverantwortung zu erinnern.

Die wichtigsten Infos zum Thema "Blackout" haben wir für euch in dieser fünfteiligen NÖN-Serie gebündelt: