Franz Schnabl als Präsident des ASBÖ bestätigt

Erstellt am 21. Mai 2022 | 15:51
Lesezeit: 3 Min
Am heutigen 21. Mai haben 190 delegierte Funktionäre des Arbeiter-Samariter-Bundes Österreichs im VAZ St. Pölten den Bundesvorstand gewählt. Präsident Franz Schnabl wurde mit 92,4 Prozent im Amt bestätigt.
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Im Rahmen der Bundeshauptversammlung präsentierten sich auch alle Bundesländer mit einer Leistungsschau, vom Abseilen in Katastrophenfällen bis hin zu Elektro-Quads und Motorradstaffeln zeigte der Samariterbund seine umfangreiches Angebot und seine Einsatzmöglichkeiten.

"Rettungswesen an seinen Grenzen"

Franz Schnabl resümierte in seinem Bericht über die vergangenen vier Jahre den Ausbau der Bereiche Pflege, Betreuung und Soziales sowie aktuelle Entwicklungen im Rettungswesen. Besondere Anerkennung sprach Präsident Schnabl den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden für ihren Einsatz in der Corona-Krise aus: "Der Samariterbund hat sich in den vergangenen Jahren großen Herausforderungen gestellt und sie gemeistert."

Sich ständig ändernde Rahmenbedingungen, das unvorhersehbare Arbeitsaufkommen und die enormen Preissteigerungen in den vergangenen Wochen "bringen das Rettungswesen an seine Grenzen", sagte Schnabl.

Kein Corona-Bonus: "Beschämend"

Und kritisierte hart, dass die Rettungssanitäter bis dato keinen Corona-Bonus bekommen hatten, das sei "mehr als beschämend. Sie haben während der Pandemie ihre Gesundheit riskiert und ihre Freizeit geopfert, um anderen zu helfen. Wir verstehen nicht, warum sich die Bundesregierung so vehement weigert, dieser Berufsgruppe einen Bonus auszuzahlen."

Zur aktuellen Krise in der Ukraine sagte Franz Schnabl, dass "hier die Säulen unserer Wertegemeinschaft – Freiheit, Frieden und Menschenwürde – sind massiv erschüttert worden sind." Die Lage in der Ukraine erfordere volle Solidarität und umfangreiche humanitäre Hilfe für die Bevölkerung. "Diese hat der Samariterbund umgehend mit Hilfskonvois für Vertriebene und Schutzsuchende sowie der Betreuung von Flüchtlingseinrichtungen auf den Weg gebracht."

Pflege: ASBÖ baut Angebot aus

Auch im Bereich der Pflege baut der Samariterbund sein Angebot laufend aus. Dazu Schnabl: "Wie Pflege gehen kann, zeigen etwa die neun Pflegekompetenzzentren des Samariterbundes im Burgenland und in der Steiermark. Mehrfache Auszeichnungen, eine große Nachfrage und eine hohe Arbeitszufriedenheit geben unserem Pflegemodell recht."
Aber auch in anderen Bereichen ist der Samariterbund gewachsen. "Mit dem SamLa kids im Burgenland etwa konnten wir unser Angebot an Sozialmärkten für armutsgefährdete Familien weiter ausbauen, mit der Samariter-Wunschfahrt konnten wir bereits über 110 schwer kranken Menschen letzte Wünsche erfüllen."

Die Mitarbeitenden, von denen es beim ASBÖ österreichweit rund 15.000 gibt,  sind das leidenschaftliche Herzstück der Organisation. "Ich bin stolz, so engagierte Menschen an Bord zu haben, für die das selbstlose Engagement an erster Stelle steht."

Der neue Bundesvorstand des Arbeiter-Samariter-Bundes

  • Präsident: LH-Stv. Franz Schnabl
  • Vizepräsident*innen: Susanne Drapalik, Günther Erhartmaier, Hannes Sauer
  • Weitere Mitglieder des Bundesvorstandes: Franz Amler, Erich Dörfler, Klaus Formanek, Ruth Gabriel, Martin Gaisberger, BR a.D. Johann Grillenberger, Michael Gruska, Rivo Killer, Thomas Loidl, Felix Müller, Alexander Prischl, Wolfgang Steiner, Wolfgang Zottl
  • In der konstituierenden Sitzung des neuen Bundesvorstandes wurde Bundessekretär und Bundesgeschäftsführer KO LAbg. Reinhard Hundsmüller in seiner Funktion bestätigt.