Unfall bei Surf-Opening 2018 – sechs Monate bedingt . Ein 21-jähriger Elektriker aus Niederösterreich wurde wegen eines unter Alkoholeinfluss verursachten Verkehrsunfalls am Mittwoch, 17. April 2019 am Landesgericht Eisenstadt verurteilt.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 17. April 2019 (12:42)
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Symbolbild

Der junge Mann hatte mit einem Freund am 28. April 2018 das Surf-Opening in Neusiedl besucht. Es floss einiges an Alkohol, der 21-Jährige sprach vor Gericht davon, dass er eine Flasche Wodka konsumiert habe. Nach dem Unfall hatte die Polizei bei ihm einen Alkoholpegel von 2,02 Promille festgestellt. Spätnachts wollten die jungen Männer nach dem Event am 28. April vor einem Jahr noch mit dem Auto wegfahren. Der Angeklagte setzte sich trotz seiner Alkoholisierung hinters Steuer und raste mit überhöhter Geschwindigkeit über die Seestraße, wo am Straßenrand Autos parkten. Der Lenker war nicht nur zu schnell unterwegs, er hielt auch einen zu geringen Seitenabstand zu den geparkten Autos an.

Frau wurde schwer verletzt

Er prallte gegen eines dieser Autos. Unglücklicherweise erwischte er dabei eine Frau, die sich an das geparkte Auto angelehnt hatte. Sie wurde nicht nur gegen das geparkte Fahrzeug gedrückt, sondern unmittelbar nach der Kollision 6,5 Meter weit durch die Luft geschleudert. Die Frau erlitt dabei schwere Verletzungen, nämlich einen Nasenbeinbruch und den Bruch zweier Schneidezähne. Aus Angst vor der Führerscheinabnahme suchte der 21-Jährige nach dem Unfall das Weite. Dank der Zeugenaussagen machte ihn die Polizei jedoch rasch ausfindig.

Aber auch bei der Polizei war der junge Mann nicht gleich geständig. Er verbrachte einige Stunden in Untersuchungshaft. Erst später besann er sich eines Besseren und gab zu, den Unfall verursacht zu haben. Auch vor Jugendrichterin Gabriele Nemeskeri war der Junglenker reuig. „Es tut mir wirklich leid!“, beteuerte er. Die Richterin und Staatsanwältin Verena Strnad ermahnten den Angeklagten und wiesen darauf hin, dass dem Opfer noch weit Schlimmeres hätte passieren können. „Sie hätte tot sein können“, führte die Richterin dem Angeklagten vor Augen.

Opfer bekommt 3.000 Euro

Der Angeklagte wurde zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. An das Opfer muss er 3000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld bezahlen. Der Elektriker nahm das Urteil an, auch die Staatsanwältin verzichtete auf Rechtsmittel. Angezeigt wurde übrigens auch der Freund des Angeklagten: Er hatte bei der Polizei versucht, den Verdacht von seinem Freund abzulenken, indem er behauptete, dass er selbst die Schäden am Auto des Angeklagten verursacht habe, indem er gegen den Seitenspiegel getreten habe.
Das Verfahren wegen Begünstigung wird jedoch an einem anderen Gericht geführt.