Frau wollte Freund mit Kopfpolster ersticken. Einen Mordversuch hat ein 23-Jähriger in der Nacht auf Dienstag in Ebergassing angezeigt. Seinen Angaben zufolge wollte ihn seine Freundin (28) mit einem Kopfpolster ersticken. Die Frau bestreitet die Vorwürfe, der Mann wurde nicht verletzt.

Erstellt am 30. August 2011 (19:06)
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Die beiden seien sichtlich alkoholisiert gewesen, berichtete die Sicherheitsdirektion am Dienstag. Die Frau erwartet eine Anzeige.

Das Paar dürfte nach längerem Alkoholkonsum am Montagabend in Streit geraten sein, so die Polizei. Kurz vor Mitternacht legte sich der 23-Jährige dann schlafen. Kurz bevor er einschlief, will er einen Kopfpolster auf seinem Gesicht gespürt und keine Luft mehr bekommen haben. Daraufhin drehte er sich zur Seite und fiel aus dem Bett, gab er vor den Ermittlern an.

Gegen 0.30 Uhr erstattete er jedenfalls Anzeige. Weil sowohl der 23-Jährige als auch seine Freundin sichtlich alkoholisiert und unverletzt waren, wurde auf Weisung der Staatsanwaltschaft auf eine sofortige Einvernahme verzichtet und eine Anzeige auf freiem Fuß angeordnet. Im Laufe des Tages sei das Paar dann gemeinsam bei der Polizeiinspektion Ebergassing vorstellig geworden.

Bei der Einvernahme blieb der Mann bei seiner Behauptung, die 28-Jährige bestritt sämtliche Vorwürfe. Sie habe sich bei ihrem Freund entschuldigen wollen, sagte sie aus. Beim Hinüberdrehen im Bett sei dabei vermutlich ein Polster oder eine Decke auf dem Gesicht ihres Partners zu liegen gekommen, meinte sie. Der Vorfall wird der Staatsanwaltschaft angezeigt. Diese werde dann über das weitere Vorgehen entscheiden, hieß es.