Fulminanter Sieg für Fahrafellner. Wahl Landesfeuerwehrkommando / Im zweiten Anlauf siegte der St. Pöltner Kommandant.

Erstellt am 24. März 2013 (14:52)
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Nach der Wahl 2013: Fahrafellner, Landesrat Stephan Pernkopf und Stellvertreter Armin Blutsch. Marschik
Von Eva Hinterer und Daniel Lohninger

Schon 2011 hatte er es versucht und war – wenn auch mit respektablem Ergebnis – gescheitert. Mit 10:14 Stimmen war Dietmar Fah-rafellner damals Josef Buchta beim Match um das oberste Feuerwehrkommando im Land unterlegen. Aber schon damals meinte Fahra-fellner nach der Wahl, dass er noch jung genug sei, um den einen oder anderen Berg auszureißen. Das hat er jetzt getan: Mit 20 zu 2 Stimmen schickte er bei der jüngsten Wahl am 20. März seinen Gänserndorfer Konkurrenten Georg Schicker in die Wüste. „Ich habe mir zwar eine schöne blutige Nase geholt, aber was einen nicht umbringt, macht einen bekanntlich nur härter“, kommentiert der unterlegene Schicker die Wahl. Er wird bei der nächsten regulären Wahl 2016 nicht mehr antreten.

Üblicherweise wird der Landeskommandant für fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Wahl war nötig geworden, weil Josef Buchta im Februar 65. Jahre alt wurde – und damit per Gesetz aus dem aktiven Dienst verabschiedet wird. Dietmar Fahrafellner ist fast genau 20 Jahre jünger, zwei Tage nach der Wahl feierte er am 22. März seinen 45. Geburtstag. Was seine Pläne sind? „Ich will mich um die Feuerwehrjugend kümmern, um das Freiwilligenwesen und um den Erhalt der Wehren“, sagt der neue Kommandant über 97.000 nö. Feuerwehrmänner und -frauen nach seiner Kür. Die Anspannung ist dem sonst so lockeren Bezirkskommandanten von St. Pölten noch anzusehen. Wiewohl ihm der für das Feuerwehrwesen zuständige Landesrat Stephan Pernkopf Rosen streut: Er habe Fahrafellner bei Hochwassereinsätzen erlebt und auch als Einsatzleiter bei der Gasexplosion in St. Pölten am 3. Juni 2010. Fünf Menschen starben damals, der Einsatz war brandgefährlich. Pernkopf jedenfalls sagt, er wüsste seither, dass Fahrafellner das Amt des Landeskommandanten ausfüllen kann.

Fahrafellner wird weiter 

 

Der wiederum will auch Kommandant in St. Pölten bleiben - und Einsätze fahren. „Mein Motto war immer und wird immer bleiben: Verlange nie etwas von deinen Leuten, das du selbst nicht bereit bist zu tun.“

In Kürze wird Fahrafellner eine Klausur der Bezirksfeuerwehrkommandanten einberufen. Ein Arbeitsprogramm muss her, „danach hat die Schaffung eines transparenten Vergabesystems oberste Priorität“, sagt NÖs oberster Feuerwehrmann.

„Feuertaufe“ des nunmehrigen Landeskommandanten als Einsatzleiter bei der Gasexplosion in St. Pölten im Juni 2010: Dietmar Fahrafellner und Bürgermeister Matthias Stadler.Archiv/Plutsch