Gabmann klagt Flughafen: Erste Tagsatzung am BG Korneuburg. Der Streit zwischen dem ehemaligen Flughafen-Vorstand Ernest Gabmann und dem Flughafen Wien hat am Mittwoch, zu einem ersten Aufeinandertreffen vor Gericht geführt.

Erstellt am 30. Mai 2012 (14:51)
Nachdem Gabmann im vergangenen Februar Klage gegen den Airport eingereicht hatte, wurde am Bezirksgericht Korneuburg die erste - vorbereitende - Tagsatzung abgehalten. Dabei seien der Prozessfahrplan festgelegt und die Rechtslage erörtert worden, sagte Gerichtssprecherin Christa Zemanek.

Der ehemalige Vizelandeshauptmann von Niederösterreich war für den Flughafen von 2009 bis Ende 2011 tätig. Nach Bekanntwerden des Skylink-Debakels wurden die Verträge des Dreiervorstands (schon vor Gabmann an Bord: Herbert Kaufmann und Gerhard Schmid) aufgelöst, letztere bekamen Abfertigungen und Konsulentenverträge. Gabmanns Vertrag (bis 2014) wurde verkürzt; er ergatterte auch keinen Beratervertrag.

Dagegen geht der Niederösterreicher nun vor Gericht vor. Er behauptet, dass sein Vertrag nach wie vor und noch bis 30. September 2014 aufrecht sei. Einer Verkürzung des Vertrags will er nur unter der Bedingung, dass er einen Konsulentenvertrag erhalte, zugestimmt haben. Das sei aber nicht erfüllt worden. Alles in allem (inklusive Bonifikationen aus dem Vorstandsvertrag) klagt er 423.300 Euro ein, zuzüglich Umsatzsteuer macht das 573.300 Euro.

Aufgabe des Gerichts sei es nun, festzustellen, ob die Vereinbarung zur Beendigung der Tätigkeit zustande gekommen ist, erklärte Zemanek. Ob die Arbeit Gabmanns für den Flughafen gut oder schlecht gewesen sei, sei kein Thema, wurde betont. Vom Richter sei eine Mediation vorgeschlagen worden, "noch sind die Standpunkte aber weit voneinander weg", hieß es bei Gericht. Die nächste Tagsatzung ist für 25. September anberaumt.