Erstellt am 10. Januar 2017, 01:57

von Jutta Hahslinger

Prügel-Gatte sitzt nun für ein Jahr. Rasend vor Eifersucht malträtierte ein 32-Jähriger seine Gattin. Er versetzte sie in Todesangst.

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„Er hatte wieder einmal einen Eifersuchtsanfall und war wie von Sinnen. Er hat mir vorgeworfen, dass ich einen anderen habe. Was nicht stimmt. Aber wenn er in Rage ist, kann man nicht mehr vernünftig mit ihm reden. Zum Schluss gab es fast täglich Schläge“, schildert das Opfer, die 30-jährige Noch-Ehefrau aus dem Bezirk Horn, vor Gericht.

Nach mehrtägigen Streitereien sei es am 22. Oktober eskaliert: Grundlos habe er sie am Hals gepackt, durch die Räume geschleudert, geschlagen, gebissen und bedroht. „So schlimm war es noch nie. Er hat mich in Todesangst versetzt“, schildert die Waldviertlerin.

Nach diesem Gewaltexzess erwirkte das Opfer ein Betretungsverbot, dass den Verbannten aber noch mehr erboste und erneut einen Polizeieinsatz erforderlich machte: „Er stand tobend vor der Tür, ignorierte die Wegweisung und unsere Ermahnungen.

„Sie hat auch herg’haut.“

Gewaltsam versuchte er, seinen Willen durchzusetzen und widersetzte sich uns“, schildert ein Polizeibeamter. Der Beschuldigte zeigt vor Gericht wenig Einsicht, räumt nur einige Fehler ein und beteuert: „Sie hat auch herg’haut.“

„Ein Opfer wird sich wohl wehren dürfen“, entgegnet Opferanwältin Elisabeth Januschkowetz harsch und konfrontiert den 32-Jährigen mit den Folgen seiner Gewalttaten: „Ihre Noch-Ehefrau kann nicht mehr schlafen und hat Panikattacken.“

„Aber ich liebe sie“, kommt es leise vom Beschuldigten. „Seltsame Liebe“, kommentiert Richter Michael Marvan die Beteuerung des Waldviertlers und verhängt über den einschlägig Vorbestraften eine einjährige Gefängnisstrafe. Rechtskräftig.