Neue Papiere für Donau-Schifffahrt. NÖ Häfen und Betriebe sollen von einheitlichen Formularen profitieren.

Von Michael Chudik. Erstellt am 03. Februar 2021 (05:46)
Die Donauschifffahrt soll in Zukunft weniger Barrieren ausgesetzt sein.
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Eine Arbeitsgruppe rund um die Viadonau hat es sich zum Ziel gesetzt, Grenzkontrollprozesse zu vereinfachen. Im Rahmen dieses Projekts wurden international standardisierte Grenzkontrollformulare, sogenannte DAVID-Formulare (Danube Navigation Standard Forms), entwickelt.

Diese einheitlichen Formulare wurden in einer ersten Einführungsphase in Ungarn, Serbien und Kroatien sowie in einer zweiten Phase in Bulgarien und in der Ukraine eingeführt. Bis Ende des Jahres sollen Rumänien und die Republik Moldau folgen. Auch für den niederösterreichischen Donauraum ist die Aufhebung von Grenzbarrieren eine wichtige Entwicklung. „Es profitieren viele niederösterreichischen Unternehmen.

Wenn man an die Güterschifffahrt denkt, beispielsweise den Donauhafen in Krems, den Ennshafen in Ennsdorf. Aber auch die Kunden der Schifffahrt, wie zum Beispiel eine Agrana in Pischelsdorf“, erklärt Simon Hartl von der Viadonau im Rahmen einer von der GSV organisierten Pressekonferenz zum Thema „Nachhaltig und ohne Barrieren auf der Donau.“ Dabei wurden auch aktuelle Zahlen rund um die Güter- und Personenschifffahrt bekannt gegeben.

Während der Güterverkehr – gemessen an den geschleusten Schiffseinheiten in den NÖ Donauschleusen Persenbeug, Melk, Altenwörth und Greifenstein – im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr nur minimale Einbußen verzeichnete, ist der Personenverkehr um mehr als 93 Prozent eingebrochen.