Kriminalstatistik: Sicherheit entwickelt sich positiv. Die Anzeigen im 1. Halbjahr 2017 sind im Vergleich zu den ersten sechs Monaten der Vorjahre deutlich zurückgegangen. Wohnraumeinbrüche, Kfz-Diebstähle und Gewaltdelikte sind gesunken, Internetkriminalität bleibt weiterhin die größte Herausforderung.

Von BMI/Red. Erstellt am 04. August 2017 (13:37)
BMI / Maria Rennhofer

Mit 251.795 Anzeigen kann derzeit ein Rückgang von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden. Von Jänner bis Juni 2017 wurde der niedrigste Anzeigenwert der letzten zehn Halbjahre erreicht (1. Halbjahr 2016: 269.342 Anzeigen). Die Aufklärungsquote ist gestiegen, sie liegt derzeit bei 48,2 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote zum selben Stichtag bei 45,5 Prozent, 2008 bei 38,5 Prozent.

Einbrüche, Kfz-Diebstähle und Gewaltdelikte rückgängig

Der Trend des zweiten Halbjahres 2016 setzte sich in den ersten sechs Monaten 2017 fort: Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser sanken weiter (6.547 Anzeigen). Dämmerungseinbrüche in den Wintermonaten konnten neuerlich reduziert werden, ein Erfolg der verstärkten Präventions- und Fahndungsarbeit. Die Zahl der Anzeigen ist um 400 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016 (6.947 Anzeigen) zurückgegangen.

Auch der Diebstahl von Pkws, Lkws und Krafträder ist von Jänner bis Juni 2017 um 4,9 Prozent auf einen sehr tiefen Wert von 1.282 Anzeigen gesunken. Auch die  Gewaltdelikte sind rückgängig. Nach einem Anstieg im Jahr 2016 liegt die Zahl der Anzeigen derzeit bei rund 20.600, was einem Rückgang von über 1.000 Anzeigen entspricht (1. Halbjahr 2016: 21.656 Anzeigen).

Internetkriminalität steigt

Internetkriminalität stieg im 1. Halbjahr 2017 erneut um knapp 23 Prozent an - mit 7.541 Anzeigen wurde ein Rekordwert erreicht. Dieser zeigt sich auch beim Internetbetrug im Bereich der Wirtschaftskriminalität, hier stiegen die Anzeigen um 3,3 Prozent von 26.175 auf 27.036.

Bundesländer im Überblick

Der größte Rückgang bei Anzeigen ist mit -8,6 Prozent in Niederösterreich zu verzeichnen. Es folgen das Burgenland (-8,4 Prozent), die Steiermark (-8,3 Prozent), Oberösterreich (-7,1 Prozent), Wien (-6,7 Prozent), Tirol (-5,7 Prozent), Salzburg (-4,1 Prozent) und Kärnten (-3,9 Prozent). Lediglich Vorarlberg hat mit einem Plus von 1,9 Prozent einen Anstieg zu verzeichnen.