Am Arbeitsplatz gilt weiterhin 3G: PCR-Testangebot wird ausgebaut

Überall dort, wo bisher 3G galt, gilt ab dieser Woche 2G. Das betrifft unter anderem die Gastronomie, den Kulturbereich oder Pflegeeinrichtungen, wo nur mehr Geimpfte und Genesene Zutritt haben. 2G gilt allerdings nicht am Arbeitsplatz:

Erstellt am 10. November 2021 | 04:26
PCR-Gurgeltest Gurgeltest Symbolbild
Mithilfe eines QR-Codes soll der PCR-Gurgeltest einfach zuhause gemacht werden können, innerhalb von 24 Stunden bekommt man bei rechtzeitiger Abgabe das Ergebnis.
Foto: NÖN

Dort bleibt die seit 1. November gültige 3G-Pflicht für alle mit Kundenkontakt, ein aktueller PCR- oder Antigentest ist weiterhin zulässig. „Wohnzimmertests“ gelten jedoch aufgrund des Corona-Stufenplans nicht mehr.

Zudem werden sich viele Erstgeimpfte ebenfalls PCR-testen lassen, um Zutritt zu den 2G-Bereichen zu haben - in der Übergangsfrist von vier Wochen ist dies noch möglich. Die Folge: PCR-Tests werden wichtiger denn je, in Niederösterreich will man deswegen das Antigen-Testangebot nach und nach durch PCR-Tests ersetzen.

Man befinde sich jedoch derzeit noch im Aufbau und werde „die Standorte entsprechend den vorhandenen Testkits ausweiten“, bestätigt Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig in einer Aussendung. Hinzu kommt, dass bei Verschärfungen hin zu einer 2,5G-Regel am Arbeitsplatz Antigen-Tests ebenfalls ihre Gültigkeit verlieren.

PCR-Angebot in Apotheken, Ordinationen und bei Spar

Aktuell kann man in Niederösterreich in teilnehmenden Apotheken und Ordinationen gratis PCR-Tests durchführen lassen. Auch externe Labors bieten die Tests an, diese müssen jedoch selbst bezahlt werden - je nach Anbieter und Auswertungsgeschwindigkeit entstehen Kosten um die 100 Euro.

Zu den kostenlosen Angeboten zählen auch die PCR-Testkits der 25 ausgewählten Spar-Filialen in Niederösterreich. Von dort kann man sich Test-Kits mit nach Hause nehmen, gurgeln und diese anschließend wieder zur Auswertung abgeben.

Jedoch nur solange der Vorrat reicht: Das von Spar beauftragte Labor zur Herstellung und Auswertung der Tests, Novogenia, kämpft derzeit mit Lieferschwierigkeiten. Denn die Nachfrage sei höher als erwartet. In manchen Märkten sind nicht genügend Test-Kits vorhanden, Kunden gehen mit leeren Händen nach Hause. „Wir lassen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deswegen in einem externen Labor testen, um noch genügend Ressourcen zu haben“, heißt es dazu aus der Spar-Zentrale in St. Pölten.

Sehr geringe Rücklaufquote

Viele Tests seien noch im Umlauf und wurden nie zur Auswertung abgegeben. Eine Rücklaufquote von lediglich 1,6 Prozent wurde bis vergangenen Freitag gezählt. Die Limitierung der Testausgabe wurde deswegen verschärft, pro Woche soll sich jeder nur mehr eine Packung mit zehn Test-Kits abholen können, die für drei Personen benutzt werden kann.

Probleme bei der Testausgabe gab es auch bei den 23 PCR-Automaten in Niederösterreich, die ursprünglich einen einfachen Zugang ermöglichen sollten. Vor Kurzem wurden sie abgebaut, leere Automaten und Tests, die stecken blieben, sorgten für Verärgerung.

Auch die Arbeiterkammer Niederösterreich berichtet seit der Einführung der 3G-Regeln am Arbeitsplatz über vermehrte Anfragen. „Im Moment ist die Sorge der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer groß, dass es bei einer Einführung der 2,5G-Regelung kein ausreichendes PCR-Test-Angebot geben wird“, sagt die Leiterin der Abteilung Arbeits- und Sozialrecht, Doris Rauscher-Kalod. Beschwerden zu derzeitigen Problemen beim Testzugang seien jedoch Einzelfälle.

Umfrage beendet

  • Seid ihr mit dem PCR-Testangebot in eurer Region zufrieden?