Erstellt am 11. Januar 2017, 12:24

von Redaktion noen.at

Jährlich 100 schwere Rodelunfälle. Rauf auf den Schlitten und los geht’s – Rodeln gilt als besonders einfacher Sport, der von beinahe jedem ausgeübt werden kann. Doch die neuesten Daten des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) zeigen: Das Verletzungsrisiko ist höher als beim Skifahren.

 |  APA (Kreiner)

Rodeln entwickelt sich immer weiter zur Trendsportart und gilt als harmloser Winterspaß für Groß und Klein. Was viele nicht wissen: Das Verletzungsrisiko beim Rodeln ist höher als beim Skifahren und das obwohl auch dies eine Risikosportart ist.

„Jedes Jahr verletzen sich 100 Niederösterreicher beim Rodeln so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Insgesamt verunglücken jährlich etwa 1.200 Österreicher. Berücksichtigt man auch unsere Wintersport-Gäste aus dem Ausland sowie leichtere Verletzungen, so fallen die Unfallzahlen noch wesentlich höher aus“, erklärt DI Klaus Robatsch, Bereichsleiter Forschung & Wissensmanagement im KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit).

9 Prozent Kopfverletzungen – Helm tragen!

Die häufigsten Verletzungen sind Knochenbrüche (60 Prozent) und Prellungen (20 Prozent). Besonders schwerwiegend können Verletzungen der Wirbelsäule und des Kopfs sein. „9 Prozent der Rodelunfälle sind Kopfverletzungen. Deshalb sollten Helm und Schneesportbrille beim Rodeln unbedingt zur Standardausrüstung gehören“, so Robatsch. Bisher hat sich das Tragen von Helmen beim Rodeln, anders als etwa beim Skifahren, allerdings noch nicht durchgesetzt: 84 Prozent der Verunfallten geben an, zum Unfallzeitpunkt keinen Helm getragen zu haben.

Knapp 40 Prozent der Verletzten unter 14 Jahre

Besonders bei Kindern sind schwere Rodelunfälle sehr häufig. 37 Prozent der verletzten Rodler sind unter 14 Jahre alt. Daher ist es wichtig, dass gerade die Kleinen die spezielle Brems- und Kurventechnik, die das Rodeln erfordert, sorgfältig erlernen. Zusätzlich ist für den sicheren Rodelspaß eine hochwertige Ausrüstung, eine rücksichtsvolle Fahrweise und vor allem die Fähigkeit, die Rodel zu kontrollieren, notwendig.