Haft für Männer nach Einbruch mit Vorschlaghammer. Tscheche stahl alles, was nicht niet- und nagelfest war, und lärmte dabei. Beim letzten Coup war er zu betrunken, um zu fliehen.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 17. Juli 2018 (01:56)
Auch in Presshäuser, im Bild eine Kellergasse im Bezirk Hollabrunn, brachen die Tschechen ein.
NÖN

Nicht auf leisen Sohlen, sondern mit krachmachender Brachialgewalt ging der Tscheche Josef P. (46) bei seinen Einbrüchen vor: Mit einem Vorschlaghammer zertrümmerte er Fensterscheiben oder Eingangstüren und drang in die Objekte – meist Wohnungen oder Presshäuser – in den Bezirken Hollabrunn (in Hadres, Obritz) und Mistelbach (in Wulzeshofen und Zwingendorf) ein. Er stahl alles, was nicht niet- und nagelfest und schnell zu Geld zu machen war: Werkzeug, Rasenmäher, Elektrogeräte etc.

Am 6. Februar dieses Jahres war P. wieder auf Beutezug und griff in Hadres zum Vorschlaghammer: Krachend ging das Fenster einer Wohnstätte zu Bruch. Es brachte den erwünschten Einlass für P., der Lärm hatte aber auch die schlafende Bewohnerin geweckt, die sofort die Polizei alarmierte.

Hetzjagd endete im Graben

Als die Gesetzeshüter anrückten, nahm P. mit seinem 23-jährigen Helfer Reißaus. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd gelang es den Beamten, das Duo zum Anhalten zu bewegen. Als sich dann ein Polizist dem Fluchtwagen näherte, stieg P. aufs Gas und der Beamte konnte sich nur mit einem Hechtsprung zur Seite in Sicherheit bringen. Die Hetzjagd ging weiter und endete letztlich in einem Graben: Der alkoholisierte P. (über ein Promille) hatte die Herrschaft über den Wagen verloren.

Für den mehrfach einschlägig vorbestraften P. setzt es eine vierjährige Gefängnisstrafe. Der bislang unbescholtene Helfer kommt mit 20 Monaten, davon fünf Monate unbedingt, noch einmal glimpflich davon.