Peter Kleemann: „Gut vorbereitet“. Peter Kleemann, Pressesprecher am Flughafen Wien, über IT-Sicherheit am Airport.

Erstellt am 20. September 2016 (07:29)
NOEN, privat
Peter Kleemann, Pressesprecher am Flughafen Wien

NÖN: Wie schützt sich der Flughafen Wien gegen Cyberattacken?

Peter Kleemann: Derartige Versuche kommen immer wieder vor, konnten aber immer erfolgreich verhindert werden. Bis dato sind keine Schäden entstanden. IT-Sicherheit hat am Flughafen höchste Priorität, und wir sind darauf gut vorbereitet. Wir setzen auf umfassende technische Maßnahmen und auf regelmäßige Schulungen all unserer Mitarbeiter. Ransomware-Mails oder andere schädliche E-Mails werden automatisch aus dem System gefiltert und unsere IT-Landschaft ist mit zahlreichen Sicherungssystemen geschützt.

Glauben Sie, dass der Airport als kritische Infrastruktur gefährdeter als manch anderes Groß-Unternehmen ist, Opfer von Cyberattacken zu werden?

Dem Flughafen Wien kommt als einem der wichtigsten Verkehrsdienstleister sicher eine besondere Bedeutung zu. Wir haben für alle Notfallsituationen die kompetenten Experten an Bord; unsere Systeme sind mehrfach gegen Angriffe von außen abgesichert und für alle Prozesse gibt es Rücksicherungssysteme. Der IT-Bereich des Flughafens umfasst über 130 Beschäftigte und ist rund um die Uhr verfügbar.

Nimmt der Flughafen an „Cyber-Planspielen“, wo sämtliche Infrastruktursysteme lahmgelegt werden, teil?

Ja, der Flughafen Wien ist seit vielen Jahren Mitglied im Kuratorium Sicheres Österreich, wo derartige Situationen umfassend durchgespielt werden. Hier sind die größten österreichischen Infrastrukturunternehmen und Partner aus dem IT-Bereich vertreten. Außerdem führen wir selbst regelmäßig Notfalltrainings durch.