Ja zur Jagd auf den Wolf?. Der Generalanwalt des EuGH sieht keinen Widerspruch zu Schutzbestimmungen. EuGH-Urteil wird bald erwartet.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 14. Mai 2019 (01:26)
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In einer Stellungnahme erachtet der Generalanwalt des EuGH die Bejagung des Wolfes in Ausnahmefällen als zulässig.

Finnland hatte ein Verfahren angestoßen, in dem geklärt werden sollte, unter welchen Bedingungen es von den Schutzbestimmungen der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) abweichen darf, um eine Jagd auf Wölfe zuzulassen. Finnland machte darin geltend, dass es Ziel der geplanten Ausnahmeregelung sei, Wilderei einzudämmen, Hunde zu schützen und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in Wolfsgebieten zu verbessern. Aus der Stellungnahme des Generalanwalts geht hervor, dass diese Ziele zur Gewährung von Ausnahmeregelungen herangezogen werden können.

Landesjägermeister, Josef Pröll freut sich, dass auf europäischer Ebene auf die Forderungen der Jagd eingeschwenkt wird.

Die Stellungnahme des Generalanwalts ist zwar nicht bindend, wird aber normalerweise vom EuGH befolgt. Sein Urteil wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet.