Spiralförmige Flugbahn vor Unglück. Die Ju-52, die am 4. August in Graubünden abstürzte, ist offenbar in einer spiralförmigen Flugbahn zu Boden gegangen, hielt die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) in einem Vorbericht fest.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 21. August 2018 (11:59)
APA (Kantonspolizei Graubünden)
Die total zerstörte Ju-52 am Piz Segnas im Kanton Graubünden

Beim Absturz starben allen 20 Insassen des knapp 79-jährigen Nostalgieflugzeuges - darunter ein Ehepaar aus Gablitz (Bezirk St. Pölten) mit seinem Sohn.

Das Flugzeug der Ju-Air sei auf einem nordöstlichen Kurs in den Talkessel südwestlich des Piz Segnas bei Flims im Kanton Graubünden eingeflogen. "Gegen das nördliche Ende des Talkessels begann es eine Linkskurve, die sich zu einer spiralförmigen Flugbahn gegen unten entwickelte", hieß es. Kurze Zeit später sei das Flugzeug annähernd senkrecht mit dem Gelände kollidiert, 500 Meter südöstlich des Segnespasses im Weltnaturerbe Sardona der Unesco.

Bei den Toten handelt es sich um drei Besatzungsmitglieder und 17 Passagiere des Fluges von Locarno-Magadino nach Dübendorf. Die Maschine wurde vollständig zerstört.

Der Vorbericht enthält eine kurze und provisorische Orientierung über den Hergang des Unfalls ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Schlussfolgerungen, schrieb die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle weiter. Sie eröffnet eine Untersuchung. Die Absturzursache ist weiter unklar. Die Untersuchung kann bis zu einem ersten Zwischenergebnis mehrere Wochen oder gar Monate dauern. In der bisherigen 36-jährigen Geschichte der Ju-Air waren weder Passagiere noch Crew-Mitglieder zu Schaden gekommen.