Wohnheim: Sonderkommission zu angeblichen Missständen. Nach der Aufregung um angebliche Missstände in einer Jugend-Wohneinrichtung in Niederösterreich kündigte Landesrat Franz Schnabl (SPÖ) am Sonntag in einer Presseaussendung den Einsatz einer Sonderkommission ein.

Von APA Red. Erstellt am 03. Dezember 2017 (16:08)
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Landesrat Schnabl verspricht Aufklärung

"Alle Fakten müssen auf den Tisch - daher wird es dazu eine unabhängige Sonderkommission geben", so Schnabl.

Oberste Priorität habe eine sichere, geborgene Unterbringung für jene Kinder, die - aus den verschiedensten Gründen - nicht mehr im Familienverbund leben können. "Die Kommission wird für eine lückenlose Aufarbeitung sorgen - die Behörden werden diese nach Kräften unterstützen", kündigte der Landesrat an.

Näheres will Schnabl bei einer Pressekonferenz am Montag gemeinsam mit Reinfried Gänger, dem Leiter der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe bekanntgeben.

Ein Bericht am Freitagabend in der "ZiB 2" sorgte am Wochenende für Aufregung (siehe auch unten). Ehemalige Mitarbeiter des Bundesverbandes Therapeutische Gemeinschaften (TG) und drei Jugendliche erzählten von Erniedrigungen durch Betreuer. TG-Geschäftsführer Hermann Radler wies diese Vorwürfe in einer Aussendung am Samstag "zu 100 Prozent" zurück.