NÖ Kräfte üben in Kroatien Waldbrandbekämpfung . Seit gestern Sonntag sind 26 Feuerwerhleute aus NÖ gemeinsam mit internationalen Einheiten auf der kroatischen Ferieninsel Cres, um den Kampf gegen Waldbrände zu üben. Und um ihre Fertigkeiten bei der Kooperation mit verschiedenen Behörden zu testen.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 08. April 2019 (08:04)

Katastrophenschutzkräfte der Feuerwehrverbände aus Salzburg, Niederösterreich und Steiermark sind aus Österreich dabei. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz Salzburg bilden diese Einsatzkräfte das EU-Modul „GFFFV“ – Ground Forest Firefighting using Vehicles. Bereits am Samstag, den 06.04., rückt der aus 70 Einsatzkräften bestehende Katastrophenzug (davon 26 Mitglieder aus NÖ) mit 22 Fahrzeugen nach Kroatien ab. Am Sonntag wurde die Übung pünktlich gestartet.

Das Training auf internationalem Gebiet soll vor allem die Fähigkeit zur Zusammenarbeit mit anderen internationalen, nationalen und lokalen Katastrophenschutzmodulen und -teams stärken. Darüber hinaus sind die Koordinationsfähigkeit im internationalen Kontext mit Organisationen und Lenkungsstrukturen der UN, EU sowie nationalen und lokalen Behörden und der Aufbau von Know-How im Bereich Einsatztaktik im internationalen Kontext wichtige Übungsziele.

Niederösterreich ist auf Waldbrände jedenfalls bestens vorbereitet. Das zeigte sich zuletzt am Freitag bei einem Brand in einem Föhrenwald im Bezirk Lilienfeld. Innerhalb weniger Minuten waren fast 100 Einsatzkräfte vor Ort, um das Feuer auf einer Fläche von drei Hektar innerhalb kürzester Zeit wirksam zu bekämpfen.

Aufgrund der hohen personellen und technischen Schlagkraft der niederösterreichischen Feuerwehren, kommt es in Niederösterreich kaum zu derartigen Brandkatastrophen, wie beispielsweise oft in den südlichen Nachbarländern oder zuletzt auch in Schweden.

Der niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband hat zudem modernstes technisches Equipment angekauft, um die Waldbrandbekämpfung so effizient wie möglich zu gestalten. Beispielsweise eine mobile Tankstelle auf Rädern, in der 5000 Liter Flugbenzin für die Löschhubschrauber an den Einsatzort gebracht werden kann. Dadurch muss die Brandbekämpfung für die Betankung der Hubschrauber nicht mehr unterbrochen  werden.