Feuerwehr rüstet sich für Wahlen. Trotz Corona finden FF-Wahlen im Jänner statt. Hilfe aus Unterstützungsfonds.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 01. Dezember 2020 (07:18)
Die Wahlen finden wie vorgesehen statt, die Kommandanten haben bereits exakte Anweisungen dazu bekommen.
Michaela Grabner

Im Jänner starten die Wahlen bei den Freiwilligen Feuerwehren – wie alle fünf Jahre. Wegen der Coronakrise hat der Landesfeuerwehrverband einen Wahlleitfaden erarbeitet, der auch bereits zugestellt wurde. Die Kommandanten finden darin exakte Anleitungen, unter welchen Bedingungen der Urnengang stattfinden kann.

„Die FF-Wahlen können etwa so wie bei einer Gemeinderatswahl abgearbeitet werden. Das heißt, das Wahllokal ist länger geöffnet, und die Wahlberechtigten betreten einzeln die Räumlichkeit. Fest steht, dass alle Sicherheitsauflagen beachtet werden müssen: Das heißt: Mund-Nase-Schutz, Abstand halten, Desinfektion, keine Bewirtung“, führt Landesfeuerwehr-Sprecher Franz Resperger aus.

Kein Gegenkandidat für Fahrafellner

Wenn alle Kommandanten der über 1.700 Wehren in NÖ gewählt sind, wird der Landesfeuerwehrkommandant gekürt.

Tritt im Jänner wieder an: Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner.
NÖLFV

Dietmar Fahrafellner wird sich der Wahl wieder stellen, Gegenkandidaten gibt es derzeit keinen. Mit Sicherheit nicht mehr antreten wird Fahrafellners Stellvertreter Armin Blutsch, weil der die nächste Periode aufgrund seines Alters nicht mehr vollenden kann. Derzeit ist noch nicht klar, wie viele Kandidaten sich um Blutschs Posten bewerben werden.

Die Pandemie ist auch abseits der Wahlen ein großes Thema. Durch den Ausfall sämtlicher FF-Sommerfeste dürfte den Wehren österreichweit eine Summe von 100 Millionen Euro entgehen. Daher haben viele Geld aus dem NPO*-Fonds des Bundes angefordert. Der Fonds unterstützt Organisationen aus allen Lebensbereichen, freiwillige Feuerwehren und auch gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften.

„Nachdem jede Feuerwehr selbst um den Schadenersatz einreichen muss, wissen wir nicht, wie viel Geld schon geflossen ist. Wir wissen aber, dass die Zahlungen rasch fließen“, informiert Resperger. Und ja, auch der Landesfeuerwehrverband habe um Unterstützung angesucht „und diese auch bereits ausbezahlt bekommen“. Nachdem der Finanzschaden aber nicht eins zu eins ersetzt werde (ausgenommen Betriebskosten), blieben natürlich finanzielle Nachteile.

*Non-Profit-Organisation