Mehr Betrug im Internet

Erstellt am 22. Februar 2022 | 08:21
Lesezeit: 2 Min
Internetkriminalität in NÖ
Internetkriminalität in NÖ
Foto: Quelle: LPD NÖ; Illustration: Golden Sikorka/Shutterstock.com; NÖN-Grafik: Gastegger
Die Zahl der gerichtlich angezeigten Delikte sinkt. Internetkriminalität und Schlepperunwesen steigen.
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Mit 59.255 angezeigten gerichtlich strafbaren Handlungen weist die Kriminalstatistik 2021 den niedrigsten Wert seit zehn Jahren aus. Es gibt um 15,3 Prozent weniger angezeigte Eigentumsdelikte, die 7.369 angezeigten Gewaltdelikte bedeuten ein Minus von 0,7 Prozent im Vergleich zu 2020.

Stark gestiegen ist hingegen wie auch schon in den Jahren zuvor (siehe Grafik oben) die Internetkriminalität. Diese Deliktsform unterteilt sich in die Bereiche Cybercrime und Internetbetrug. Bei Ersterem werden Computersysteme angegriffen, indem etwa Schadsoftware installiert wird. Hier gibt es einen Anstieg um 11 Prozent. Beim Internetbetrug geht es zum Beispiel um Fake-Webshops, über die Betrüger ihre Opfer abzocken. Hier versuche man, die Prävention voranzutreiben, sagt Landespolizeidirektor Franz Popp. Beim Internetbetrug gab es 2021 einen Anstieg um 16,7 Prozent auf 3.915 Fälle. Die Dunkelziffer sei aber hoch, heißt es seitens der Polizei.

Ebenfalls stark gestiegen ist die Schlepperei. 1.137 Delikte wurden 2021 angezeigt, das ist ein Anstieg um 57 Prozent gegenüber 2020. Seit Beginn der Corona-Pandemie werden Menschen verstärkt über die Grüne Grenze geschleppt. Aber es gibt auch Erfolge: 39 Personen einer rumänisch-moldawischen Schleppergruppe, der bundesweit rund 10.000 Geschleppte zugeordnet werden, sind in Haft, auch drei „Bosse“.