Gastern verspricht ein Spektakel der Superlative. Vom 29. Juni bis 1. Juli wird Gastern im Waldviertel (Bez. Waidhofen/Thaya)  zur Feuerwehrhauptstadt Niederösterreichs. 1400 Bewerbsgruppen mit über 10.000 Teilnehmern werden an diesem Wochenende wieder um Meter und Sekunden kämpfen. Und alle verfolgen das selbe Ziel: schnellste Feuerwehr Niederösterreichs zu werden.

Erstellt am 27. Juni 2018 (09:39)
NÖLFK/Fischer

Wenn am 29. Juni in Gastern die erste Wettkampfgruppe nach dem Kommando „Erstes und zweites Rohr vor, vier Sauger“ ins Rennen geht, dann haben die Organisatoren des 68. Landesfeuerwehrleistungsbewerbes bereits die meiste Arbeit hinter sich. Hunderte Mitarbeiter waren fast zwei Jahre lang damit beschäftigt, die größte Feuerwehrveranstaltung des Landes auf die Beine zu stellen.

Drei Tage lang werden die Feuerwehrwettkämpfer - verstärkt durch immer mehr Frauengruppen - die letzten Reserven aufbieten, um einen schnellen und so weit wie möglich fehlerfreien Löschangriff auf die grüne Wiese zu zaubern und somit ein Leistungsabzeichen in Bronze oder Silber zu erkämpfen.

Der Höhepunkt des Spektakels wird Samstag Abend erwartet. Da steht aber 19.30 Uhr der traditionelle „Fire-Cup“ am Programm. Bei diesem außergewöhnlichen Sportevent treten die schnellsten Wettkampfgruppen des Vorjahres gegeneinander an. Für Dramatik und Spannung ist jedenfalls garantiert. Davor: Autogrammstunde mit Skisprunglegende Andi Goldberger. Selbstverständlich kommt auch für Besucher der Bewerbe das kulinarische Wohl an allen drei Tagen nicht zu kurz.

Die imposante und öffentliche Siegerehrung mit allen 10.000 Bewerbsteilnehmern steigt am Sonntag, um 11 Uhr, am örtlichen Sportplatz. Ehrengast: Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner.

Die Wettkampfdetails

Anlässlich der 68. Landesfeuerwehrleistungsbewerbe, möchten wir Ihnen einige Informationen über die Bewerbe sowie den Fire-Cup zukommen lassen.

Der Bewerb

Bei den Landesfeuerwehrleistungsabzeichen gibt es zwei Klassen, in denen die Gruppen antreten dürfen – Bronze und Silber. Um das Leistungsabzeichen in Silber und Bronze erreichen zu können, müssen die Gruppen insgesamt 310 Punkte erreichen. Gutpunkte (z.B. Alterspunkte) werden hinzugerechnet, Fehlerpunkte (z.B.  falsches Arbeiten, Fallenlassen eines Gerätes) werden abgezogen.
„Brandobjekt gerade aus. Wasserentnahmestelle der Bach. Verteiler nach zwei B-Längen. Angriffstrupp legt Zubringerleitung mit je 2 C-Längen. Erstes und zweites Rohr, Vor.“ Mit diesem Angriffsbefehl startet die Gruppe in den ersten Teil des Bewerbes, den Löschangriff. Im zweiten Teil ist ein Staffellauf mit acht Läufern zu bewältigen. Hier muss ein Strahlrohr an den nächsten Läufer übergeben werden.

Die Gruppe

Zum Bewerb treten neun Feuerwehrmitglieder an, diese bilden eine Gruppe. Tritt die Gruppe beim Bewerb in Bronze an, so wissen die Mitglieder bereits ihre Position, in der sie den Wettkampf bestreiten. In Silber entscheidet das Los, welche Position ein Feuerwehrmitglied einnehmen muss. Das heißt, der Bewerbsteilnehmer muss auf allen Positionen jeden Handgriff in- und auswendig kennen. Um die Mitglieder und deren Funktion zu kennzeichnen, tragen diese ein taktisches Zeichen.

Fire-Cup

Als Publikumsmagnet wird bei den Landesfeuerwehrleistungsbewerben immer ein Parallelwettkampf veranstaltet. Im spektakulären Firecup treten die besten Gruppen des Landes gegeneinander an. Während sich der Löschangriff identisch zum Löschangriff des Bewerbes darstellt, wird der Staffellauf nach internationalen Bestimmungen durchgeführt.

Gastronomie

500 Kg Putenschnitzel

100 Kg Hühnerstreifen

400 Kg Kotelett

110 Kg Bratwürstel

250 Kg Käsekrainer

200 Kg Wurst (Wiener)

50 Kg Schinkenwurst

200 Kg Schnittkäse

1300 Kg Pommes Frites

6100 Liter Soda

14.500 Liter alkoholfreie Getränke