Pralinen-Mordversuch: Verfahren nicht neu aufgerollt. Der Prozess um den Mordversuch am früheren Spitzer Bürgermeister Hannes Hirtzberger im Jahr 2008 wird nicht neu aufgerollt. Ein Anwalt des dafür verurteilten Helmut Osberger hatte den Antrag gestellt. Der Richter-Senat sieht keine neuen Beweismittel, die das Urteil in Frage stellen würden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Februar 2020 (16:52)
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"Nach Einholung einer Äußerung zu der beantworteten Fragenliste des Sachverständigen  Christian  Reiter durch den Verteidiger als auch durch die Staatsanwaltschaft Krems/Donau hat der zuständige Drei-Richter-Senat des Landesgerichtes Krems an der Donau mit Beschluss vom 16.01.2020 den Antrag des Verurteilten auf Wiederaufnahme des Strafverfahrens abgewiesen" heißt es in einer aktuellen Aussendung des Landesgerichtes Krems.

Das Gericht sah in den vorgelegten Gutachten der Verteidigung kein geeignetes bzw. kein neues Beweismittel, um die Verurteilung in Frage zu stellen. Nach Ansicht des Gerichts liegen keine neuen Beweismittel vor, die alleine oder in Zusammenhang mit den bisherigen Beweisergebnissen im Strafverfahren geeignet sind, an dem Tatbestand des versuchten Mordes durch Verabreichung des Giftes Strychnin zu zweifeln.

Der beschuldigte Heurigenwirt Helmut Osberger war im Mai 2008 zu 20 Jahren Haft verurteilt, im März 2009 erhöhte der Oberste Gerichtshof (OGH) das Urteil auf lebenslang.