Landjugend warnt vor Verlust der Lebensgrundlagen. "Klimaverschlechterung bedroht unsere Lebensgrundlagen" - die Landjugend fordert alle Generationen zum Handeln auf.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 18. März 2019 (12:43)
Landjugend Österreich
Bundesleiter Stellvertreter Martin Kubli

 „Was wir von unseren Eltern übernommen haben, wollen wir auch für unsere Kinder und Kindeskinder wertvoll erhalten und ihnen übergeben können“, so Landjugend-Bundesleiter-Stellvertreter Martin Kubli. „In den letzten Jahren musste man aber miterleben, wie hart es land- und forstwirtschaftliche Betriebe durch die immer häufigeren Extremwetterereignisse getroffen hat. Nie dagewesene Dürreperioden, sintflutartige Regenfälle, meterhohe Schneelasten, gewaltige Stürme sowie unvorstellbare Schadinsektenausbreitungen haben ihre Spuren in der Landschaft und auf den Höfen hinterlassen.“  

"Jugend hat das Recht, Aktivitäten einzufordern"

Die immer stärkeren Wetterextreme werden durch die ungebremste Freisetzung von 36 Mrd. Tonnen CO2 pro Jahr aus der Verbrennung fossiler Energieträger wie Öl, Gas und Kohle vorangetrieben und tragen maßgeblich zur Klimaverschlechterung bei. Die Strategien und Verträge zur Eindämmung der Klimakatastrophen liegen längst vor. Jetzt gilt es, endlich konkrete Maßnahmen umzusetzen. Alle Generationen, in allen Teilen des Planeten, müssen die richtigen Schritte setzen. Die Jugend hat das volle Recht, sofortige Aktivitäten gegen die Klimaverschlechterung einzufordern, da es höchste Zeit ist, nicht immer nur zu reden, sondern tatsächlich zu handeln.

"Raus aus dem Öl, raus aus der Kohle"

„Eine nachhaltige Zukunft heißt raus aus Öl, raus aus Kohle und vor allem raus aus dem Atomstrom. Es muss ein konsequenter Ausbau aller erneuerbaren Energien her, das kann auch eine neue Chance für Betriebe sein, stärkt die Wirtschaft und Industrie und bringt vor allem auch wertvolle neue Arbeitsplätze in den Regionen. Wir wollen nicht die Hypotheken der Klimaschäden abzahlen müssen, die uns durch den weiteren ungebremsten fossilen CO2-Ausstoß umgehängt werden“, betont Bundesleiter-Stellvertreter Martin Kubli. „Das Problem ist bereits da und die Lösungskonzepte sind vorhanden. Der Klimaschutzvertrag von Paris, die Klima- und Energieziele der EU und die #mission2030 der Bundesregierung müssen zügig umgesetzt werden“, setzt Kubli fort.

„Daheim kauf ich ein“ 

Der Bundesleiter-Stellvertreter appelliert an alle: „Bereits beim Kauf von Lebensmitteln kann man einen Beitrag für die Umwelt und für den Klimaschutz leisten." Die Landjugend  stellt auch Hilfsmittel zur Verfügung. Der Landjugend- Veranstaltungsleitfaden wurde im Rahmen des Schwerpunktthemas „Daheim kauf ich ein“ erstellt und zeigt die wichtigsten Punkte auf, um den regionalen Wirtschaftskreislauf und die Umwelt zu schützen.

Landjugend Österreich
Bundesleiterin Helene Binder

Landjugend-Bundesleiterin Helene Binder: „Jede regionale Kaufentscheidung, die wir treffen, trägt zum Klimaschutz bei. Es ist heutzutage meistens selbstverständlich, dass wir das ganze Jahr über Produkte wie Obst und Gemüse zur Verfügung haben. Es ist wichtig, dass wir mit der Natur leben und essen, was auch wirklich gerade bei uns wächst. Somit setzen wir ein wirksames Zeichen, um auf das Klima und unsere Umwelt zu achten."