Ärztekammer: Praxen bleiben geöffnet

Der bundesweite Lockdown ab Montag soll Patientinnen und Patienten im Bedarfsfall nicht abhalten, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aufzusuchen:

Erstellt am 19. November 2021 | 11:46
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Die Praxen werden in ganz Österreich offen bleiben, betonten Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres und Johannes Steinhart, Obmann der Kurie niedergelassen Ärzte und Vizepräsident der Wiener Ärztekammer. Auch die Impfung sei "in Hunderten Ordinationen möglich".

Szekeres riet den zweimal Corona-Geimpften dringend, "sich unbedingt jetzt die dritte Dosis zu holen". An alle bisher Unentschlossenen richtete er den Aufruf: "Lassen Sie sich impfen, nur die Impfung kann vor einem schweren Verlauf einer Covid-Erkrankung schützen." Die Wiener Ärztekammer wies auf das umfangreiche Impfangebot in der Bundeshauptstadt hin - in den Impfstraßen der Stadt und in Hunderten Wiener Ordinationen.

Die Impfbereitschaft in Wien sei sichtbar im Wachsen. "Das zeigt sich an den Impfstoffbestellungen unserer Hausärztinnen und Hausärzte. Waren es bis vor wenigen Monaten noch 10.000 Impfdosen pro Woche, so jagt derzeit ein Rekord den nächsten. Diese Woche wurden mehr als 45.000 Impfdosen bestellt", berichtete Steinhart.

Niederösterreichs Ärztekammer begrüßte indes die Einführung einer Corona-Impfpflicht grundsätzlich. Dass der Schritt erst mit Februar erfolgen soll, sei allerdings "unverständlich und viel zu spät", sagte Vizepräsident Gerrit Loibl. Die Ärztekammer im Bundesland hatte sich bereits zuvor für eine weitreichende verpflichtende Immunisierung ausgesprochen und Gesundheitspersonal, Pädagogen und Polizisten ins Treffen geführt.

Als positiv bewertet wurde die Entscheidung für einen österreichweiten Lockdown. "Bis wir die Auswirkungen allerdings in den Spitälern sehen werden, wird es für viele Menschen zu spät sein", blickte Loibl voraus. Ob der von der Regierung anberaumte Zeitraum ausreiche, um eine Kehrtwende einzuleiten, sei fraglich.