Höchststand bei Intensivpatienten in NÖ "wahrscheinlich erreicht"

Landespolitiker sprechen von "Entspannung" der Corona-Situation. Die 7-Tage-Inzidenz ist von über 2.000 auf 500 gesunken. Ob der Lockdown - trotz der Ungewissheit über die Omikron-Variante - enden kann, wollen Landes-Vize Stephan Pernkopf (ÖVP) und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) aber noch nicht beurteilen.

Aktualisiert am 06. Dezember 2021 | 14:15
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Medizinisches Personal auf einer Covid-Intensivstation
Medizinisches Personal auf einer Covid-Intensivstation
Foto: dpa

Landes-Vize Stephan Pernkopf (ÖVP) und Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) sehen eine "Entspannung" der Corona-Lage in Niederösterreich. Aktuell werden 109 Intensiv-Patienten in den NÖ-Kliniken behandelt. Zusätzlich liegen über 400 Menschen mit Corona auf den Normalstationen. Pernkopf rechnet damit, dass der Höhepunkt der Intensivbetten-Auslastung nun erreicht sei. "Aber natürlich sind das immer noch zu viele Patienten", fügt er hinzu. Die Lage bleibt weiterhin ernst: Das Personal im Gesundheitsbereich sei am Limit.

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Sahen sich gemeinsam die aktuellen Corona-Zahlen in NÖ durch: Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Notruf-NÖ-Chef Christof Constantin Chwojka, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Berndt Schreiner, Chefarzt des Roten Kreuzes NÖ.
Foto: NLK Filzwieser

Was die Infektionszahlen betrifft, ging die Kurve in den vergangenen Tagen jedoch stark nach unten. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zurzeit bei 517. Vor dem Lockdown-Beginn am 20. November lag sie bei über 2.000. Seither ist sie in allen NÖ-Bezirken gesunken, meint Königsberger-Ludwig. Wenngleich es, wie die AGES-Zahlen zeigen, etwa in Zwettl immer noch über 900 Covid-Fälle pro 100.000 Einwohnern gibt. In Scheibbs, Lilienfeld und Gmünd liegt die 7-Tage-Inzidenz noch bei über 700. "Die Maßnahmen wirken, aber wir müssen weiter konsequent bleiben", folgert Pernkopf, der wie seine Kollegin einmal mehr die Impfung als wichtigste Waffe gegen die Pandemie hervorhebt. 

Wenig Covid-Fälle bei Über-60-Jährigen

Die meisten nachgewiesenen Infektionen gibt es weiterhin bei den Jungen. 41 Prozent der positiven Fälle liegen in der Altersgruppe der 0- bis 29-Jährigen, 47 Prozent betreffen die 30- bis 59-Jährigen, nur 12 Prozent die stärker gefährdeten Menschen über 60 Jahre. 

Ob ein Lockdown-Ende angesichts dieser Zahlen - trotz der großen Ungewissheit über die neue Omikron-Virusvariante - möglich sein werde, will Pernkopf heute noch nicht beurteilen. Er fordert eine bundesweite Lösung, wolle aber der Entscheidung der Bundesregierung am Mittwoch nicht vorgreifen.