Sanitäter Lukas (21) als Lebensretter bei S31-Crash. Zufällig bemerkte der 21-Jährige einen Verkehrsunfall auf der S31 und griff ohne zu zögern ein. Er reanimierte Schwerverletzten.

Von Doris Fischer. Erstellt am 11. Oktober 2017 (06:25)
Rotes Kreuz Burgenland
Vorbildlich. Seit vier Jahren versieht der Student Lukas Hatz Dienst in der Rotkreuz Bezirksstelle Mattersburg. Jetzt wurde der First Responder zufällig auf der S31 zum Lebensretter.

Der 21-jährige Student Lukas Hatz und First Responder des Roten Kreuzes wurde in der Nacht zum vergangenen Samstag auf Sonntag als sogenannter „First Responder“ zum Lebensretter ( wir hatten berichtet, siehe hier und unten). Er half ohne viel zu zögern und reanimierte einen 34-Jährigen aus Guntramsdorf (Niederösterreich).

„Wusste sofort, dass etwas passiert sein muss“

Aus unbekannter Ursache kam der Niederösterreicher mit seinem Auto auf der S31 auf Höhe Marz in Fahrtrichtung Mattersburg bei einer langgezogenen Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und landete schließlich im Straßengraben. Dort fuhr er laut Polizei auf einen Steher einer Leitschiene auf, überschlug sich und kam auf den Rädern stehend zum Stillstand. „Der Lenker wurde aus dem Pkw geschleudert“, heißt es vonseiten der Polizei.

Kurz später kam zufällig Lukas Hatz vorbei. „Ich habe die Splitter auf der Straße gesehen und dass die Temperaturanzeigetafel fehlt. Sofort wusste ich, dass da etwas passiert sein muss“, schildert er seinen Einsatz.

Bei Rettung auf sich alleine gestellt

Schließlich sah er das zerstörte Auto. Da sich niemand im Fahrzeug befand, machte er sich auf die Suche. „Es war nebelig und dunkel. Ich wusste nicht, ob der Lenker alleine war oder es sich um mehrere Verletzte handelt und wo der Verletzte liegt“, berichtet Hatz, der seit vier Jahren Dienst beim Roten Kreuz versieht.

Nachdem er den Verletzten nach einigen Minuten rund 50 Meter vom Auto entfernt in der Wiese fand, begann er sofort mit Reanimationsmaßnahmen. „Schockierend war, dass ich ganz alleine war. Rund zehn Minuten ist überhaupt niemand vorbeigekommen“, erzählt Hatz. Gemeinsam mit einem Notfallmediziner gelang es ihm, den Verunfallten zu reanimieren. Anschließend wurde der Verletzte mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus Wiener Neustadt gebracht. Für Hatz war es nicht der erste Einsatz bei einem Unfall.