Lidvina Dox im Einsatz für die Rohingya. Lidvina Dox vom Roten Kreuz NÖ verhilft Flüchtlingen aus Myanmar zu Trinkwasser.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 19. September 2017 (01:47)
NOEN, ÖRK
Lidvina Dox, Hygiene-Expertin des Roten Kreuzes NÖ, ist am 12. September nach Bangladesh geflogen.

Hunderttausende Rohingya sind auf der Flucht. In ihrem Heimatland Myanmar wird die muslimische Minderheit verfolgt, die Flucht führt die Menschen auch ins benachbarte Bangladesh. Dort sind bereits Hilfsorganisationen im Einsatz, am 12. September ist Lidvina Dox nach Bangladesh aufgebrochen. „Rund 300.000 Menschen sind seit 25. August aus Myanmar geflohen, rund 100.000 davon sind in Camps, etwa 200.000 in Notunterkünften entlang der Straßen. Davon sind rund 80 Prozent Frauen und Kinder“, weiß die Hygiene-Expertin, was sie in Südostasien erwartet.

Was die Flüchtlinge betrifft, die nicht in Camps untergebracht sind, muss erst einmal geschaut werden, wo diese Menschen sich niedergelassen haben. „Und was infrastrukturmäßig verfügbar ist“, sagt Dox. Zwei Fakten würden die Situation in Bangladesh, zusätzlich zu den Massen an Flüchtlingen, noch erschweren: Ende Mai gab es einen Zyklon, dessen Folgen noch nicht überstanden sind. Und aktuell ist Monsunzeit.

„Ich werde nach meiner Ankunft einmal ausloten, wie die Situation ist und wo ich Unterstützung finde. Es geht primär um sauberes Trinkwasser, Hygiene und die sanitären Anlagen“, sagt Dox. Sie ist in einem Sechs-Personen-Team unterwegs, vor Ort wird man mit Kollegen aus Deutschland und Schweden zusammenarbeiten. Vorerst einen Monat wird der Einsatz von Lidvina Dox dauern. Die Expertin, im Brotberuf Pädagogin, hat mit Einsätzen wie diesem jahrelange Erfahrung, zuletzt hat sie 2016 Flüchtlingen auf der griechischen Insel Lesbos geholfen.