Mehr als 400 Einsätze der Rettungskräfte. Viel zu tun hatten die Rettungs- und Notarztdienste in der Silvesternacht in Niederösterreich. Sie rückten zu mehr als 400 Einsätzen ab 19.00 Uhr aus, ein Plus von 50 im Vergleich zum Vorjahr.

Erstellt am 01. Januar 2014 (12:32)
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Allein in der Stunde nach Mitternacht wurden 44 Notfälle verzeichnet. Ein Todesopfer gab es zu beklagen, obwohl die Zahl der Verletzten durch Raketen insgesamt zurückging, bilanzierte "144 - Notruf NÖ". Nur zehn Einsätze betrafen Verletzungen durch Feuerwerkskörper (im Vorjahr waren es elf).

Der schwerste Unfall ereignete sich mit einer zu spät detonierten Kugelbombe bereits kurz nach 18.00 Uhr in Deutsch Wagram (Bezirk Gänserndorf). Dabei wurde ein 54-Jähriger am Kopf und im Gesicht so schwer verletzt, dass er in der Folge trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen verstarb. Seine Lebensgefährtin und deren Sohn mussten den Vorfall mitansehen. Sie wurden von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. Laut "ORF NÖ" soll der Mann den Feuerwerkskörper im Internet bestellt haben.

Verletzungen im Gesicht und am Kopf erlitt auch ein 33-Jähriger in Stollhofen (Bezirk St. Pölten) gegen 0.28 Uhr. Der Mann brannte auf einem Acker mehrere Feuerwerkskörper ab, die sich laut Landespolizeidirektion aber zu früh entzündet hatten. In Neupölla im Bezirk Zwettl wurde ein 24-Jähriger im Bereich der Augenhöhle verletzt. Er hatte mit einem 22-Jährigen abwechselnd Metallrohre mit Böller gefüllt. Einer davon entzündete sich sofort und verletzte beide Männer im Gesicht. Die Feuerwerkskörper stammten laut Polizei aus dem Ausland.

Die häufigsten der insgesamt 58 Notarzteinsätze - um 15 Prozent weniger gegenüber dem Jahreswechsel 2012/2013 - wurden wegen bewusstlosen Patienten nach übermäßigen Alkoholgenuss und Stürzen mit Kopfverletzungen gemacht. Zudem gab es auch heuer wieder Verkehrsunfälle mit insgesamt drei Verletzten. Der schwerste Unfall ereignete sich bereits kurz vor 18.00 Uhr in Kemmelbach (Bezirk Melk). Ein 80-Jähriger kam mit seinem Mopedlenker zu Sturz und wurde dabei schwer verletzt.