Volksanwalt sieht Empfehlungen befolgt. Nach der Feststellung von Missständen in einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche im Burgenland folge die Landesregierung nun "vollinhaltlich" den Empfehlungen der Volksanwaltschaft, hat Volksanwalt Günther Kräuter am Sonntag auf den vorgelegten Verordnungsentwurf verwiesen.

Von APA Red. Erstellt am 04. März 2018 (13:54)
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Dieser sehe neben festgeschriebenen fachlichen Standards eine "drastische" Beschränkung der zulässigen Gruppengröße vor.

Laut der Aussendung sollen zudem gewaltpräventive und sexualpädagogische Konzepte verbindlich aufgetragen werden. Die Gruppengröße in den sozialpädagogischen Einrichtungen werde von derzeit 16 auf maximal zehn Personen reduziert und der Personaleinsatz aufgestockt. Das Wohn-und Lebensumfeld der Kinder und Jugendlichen werde nachhaltig verbessert, so Kräuter. Er kündigte eine umgehende Bewertung des Entwurfs an, um eine rasche Umsetzung zu ermöglichen.

Ende November 2011 hatte die Volksanwaltschaft eine sozialpädagogische Wohngemeinschaft im Nordburgenland kritisiert. Demnach soll es dort zu Übergriffen von älteren Kindern auf Jüngere gekommen sein. Die Obfrau der Einrichtung trat nach Bekanntwerden der Vorwürfe zurück. Das Land leitete ein Verwaltungsverfahren zur Untersuchung ein. Ende Februar teilte die Staatsanwaltschaft Eisenstadt zur Causa mit, dass die Ermittlungen gegen zwei Verdächtige eingestellt wurden. Sachverständigengutachten hätten ergeben, dass bei den Burschen - sie waren zur Tatzeit deutlich jünger als 18 - eine "verzögerte Reife" bestehe.