Hunger brachte Einbrecher zu Fall. Krimineller jausnete bei Coups, DNA-Spuren überführten ihn. Es setzte 40 Monate Gefängnis.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 28. März 2017 (03:20)
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„Bei Ihren kriminellen Aktivitäten hat Sie jedes Mal der Hunger gepackt“, sagt ein Richter zu einem Einbrecher. Weil der 43-jährige Rumäne bei Coups in St. Valentin, Pöchlarn, Waasen und Loosdorf gegessen und getrunken hatte, hinterließ er dort seine DNA-Spuren, die ihn schließlich überführten. Nun wird ihm in St. Pölten der Prozess gemacht.

Zweimal reiste der Rumäne nach Österreich, um hier in Werkstätten und Garagen zuzulangen. In den Jahren 2013 und 2016 schlug er laut Staatsanwalt 30 Mal zu und ließ hochpreisiges Werkzeug mitgehen. Die Einbrüche habe der Rumäne aus Verzweiflung begangen, „um den Arzt für meine kranke Frau zu bezahlen“, will er im Prozess einem Schöffensenat weismachen.

Der vorsitzende Richter glaubt ihm nicht. „Ihre Strafregisterauskunft sagt anderes. Sie haben bereits fünf Vorstrafen wegen Raubes und Diebstahls ausgefasst und waren viele Jahre schon in Haft. War damals auch jemand krank? Sie sind doch ein Berufsverbrecher und finanzieren sich so Ihren Lebensunterhalt!“, wettert er. Über den 48-Jährigen verhängt er 40 Monate gesiebte Luft. Der Angeklagte nimmt das Urteil an.