Stockerauer verlor 30.000 Euro durch Betrug . AK NÖ-Präsident Wieser und LKA NÖ warnen: „Vorsicht bei aussichtsreichen Gewinnversprechen!“

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 26. Februar 2021 (09:11)
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Die Corona-Krise ruft nach wie vor vermehrt Kriminelle auf den Plan, die online an das Ersparte ihrer Opfer gelangen wollen. So erging es auch einem Konsumenten aus Niederösterreich. Man versprach ihm hohe Gewinne für nur kleine angelegte Beträge – bis schließlich insgesamt 30.000 Euro weg waren.

Auf der Suche nach Hilfe tappte der Mann fast in die nächste Falle. „Bei Geldanlagen im Internet ist Vorsicht geboten, ganz besonders erst, wenn unrealistisch hohe Gewinne versprochen werden“, warnen AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser und das Landeskriminalamt Niederösterreich.

Eine E-Mail im Posteingang hatte das Interesse eines Niederösterreichers geweckt. 12 Prozent Gewinn pro Jahr wurde darin versprochen. Der Mann überwies erst nur Kleinbeträge. Dann machte ein Telefonkeiler Druck.

„Nur mit mehr Investitionen lassen sich gute Gewinne machen“, sagte man ihm. Schließlich waren 30.000 Euro eingezahlt. Als der Mann misstrauisch wurde und sein Geld zurückwollte, wäre er beinahe den nächsten Betrügern aufgesessen. „Ein anderes vermeintlich seriöses Unternehmen hatte ihm angeboten, das verlorene Geld zurückzuholen. Dafür müsse er nur 10 Prozent der Schadenssumme überweisen“, so die AK NÖ-Konsumentenberatung. Weil sich der Mann aus Stockerau aber zuvor an die Arbeiterkammer gewandt hatte, wurde natürlich nichts mehr überwiesen.

Tipp: Anlagebetrug erkennen

Legt man Geld an, gilt eine Faustregel: Hohe Gewinne sind mit hohem Risiko verbunden. Das bedeutet: Auch bei seriösen Anbietern besteht die Gefahr, das eingesetzte Kapital zu verlieren. „Gute AnlageberaterInnen sind gesetzlich dazu verpflichtet, auch auf die Risiken der gewählten Anlageform zu verweisen“, so die AK NÖ-Konsumentenberatung. Anders ist das bei Anlagebetrug: „Hier geht es grundsätzlich nur darum, an das Geld der Opfer zu gelangen.“

Zu Vorsicht raten die ExpertInnen daher bei unrealistisch hohen Renditen, wenn ungefragt über Telefon, E-Mail oder soziale Medien Kontakt aufgenommen und auch wenn zum Vertragsabschluss gedrängt wird. Auch ein Blick auf die Homepage des Unternehmens kann helfen: Gibt es ein Impressum, Kontaktmöglichkeit und Allgemeine Geschäftsbedingungen?

In die Falle getappt?

Haben Sie die Vermutung, einer Betrugsmasche aufgesessen zu sein? „Wenden Sie sich an die AK NÖ, um Klarheit zu bekommen, ob es sich um Betrug handelt“, sagt AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser. „Ist das der Fall, erstatten Sie dringend Anzeige. Kontaktieren Sie dazu am besten die nächste Polizeidienststelle unter der Telefonnummer 059-133!“, rät das Landeskriminalamt Niederösterreich.